seinen Namen und schrieb das Weitere, was ihm der Soldataufgetragcn hatte.
„Und jetzt Ranald," sagte Dalgetty, „leg dein Oberkleidab, — deinen hochländischen Mantel, meine ich, Ranald, wo-mit ich Mac Callnm More vermummen und ans einige Zeitzu einem Sohn des Nebels machen will; — still Mylord, ichmuß den Mantel so um Euren Kopf bringen, daß wir gegenEuer übelangebrachtes Geschrei gesichert sind — so jetzt seidIhr genug geknebelt — laßt die Hände unten, oder beim Him-mel, ich will Euch Euren eigenen Dolch in's Herz stoßen! —ja, ja, Ihr sollt mit nichts Geringerem, wie mit Seide, ge-bunden werden, wie dieß Euer Stand erheischt — so jetzt ister in Sicherheit, bis Jemand kömmt, um ihn zu erlösen;wenn er uns ein spätes Abendessen bestellt hat, so gereicht dasjetzt zu seinem eigenen Schaden — um welche Stunde, guterRanald, kam gewöhnlich der Gefangenwärter?"
Nicht eher, als bis die Sonne unter den Wellen im We-sten verschwunden war "
„Dann, mein Freund, haben wir drei volle Stunden,"sagte der vorsichtige Kapitän, „mittlerweile wollen wir fürEure Befreiung sorgen."
Die nächste Beschäftigung war die Untersuchung der KetteRanalds. Dieselbe wurde durch einen der Schlüssel, welchehinter der geheimen Thür hingen, aufgeschlossen; die Schlüsselwaren dort wahrscheinlich angebracht, damit der Marquis ei-nen Gefangenen entlassen oder sonst fortschaffen konnte, ohneden Gefangcnwärtcr herbeizurufen. Der Räuber streckte seineerstarrten Arme aus und sprang von dem Boden des Gefäng-nisses in aller Entzückung der wiedererlangten Freiheit empor.
„Nimm die Livree des edlen Gefangenen," sagte Dalgetty,„lege sic an und folge mir dicht auf den Fersen."