Druckschrift 
20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
Seite
203
Einzelbild herunterladen
 

203

Das ist unser Vertrag," erwiderte Campbell.

So wisse, daß das Kind, welches ich aus Erbarmen beider Zerstörung der Feste ihres Vaters rettete, als Adoptiv-tochter unseres Stammes erzogen ward, bis wir am Paß vonBallenduthil von dem eingefleischten Teufel und unserem Tod-feinde, Allan Mac Aulay mit der blutigen Hand, sowie vonden Reitern aus Lennox unter dem Erben von Mentcith ge-schlagen wurden."

Fiel sie in die Gewalt Allans mit der blutigen Hand alsangebliche Tochter Eures Stammes ?" fragte Murdoch.Dannhat ihr Blut den Dolch gefärbt, und du hast nichts gesagt,um dein verwirktes Leben zu retten."

Beruht mein Leben ans dem ihrigen," erwiderte der Räu-ber,so ist es sicher, denn sie ist noch am Leben; ersterem istaber eine unsicherere Bürgschaft gegeben, das unsichere Ver-sprechen eines Sohnes von Diarmid."

Das Versprechen wird dir gehalten werden," sagte derCampbell,wenn du mir die Versicherung geben kannst, daßsie noch am Leben und wo sie zu finden ist."

Im Schlosse von Darnlinvarach," sagte Ranald MacEagh,unter dem Namen Annot Lyle. Ich habe oft von ihrmeine Verwandte erzählen hören, die ihren heimatlichen Wäl-dern sich wieder genähert haben, und vor nicht langer Zeitsahen sie meine eigenen alten Angen."

Ihr!" rief Murdoch erstaunt aus,Ihr, ein Häuptlingunter den Kindern des Nebels, habt Euch so in die NäheEures Todfeindes gewagt?"

Sohn von Diarmid, ich that noch mehr," erwiderte derRäuber;ich war in der Halle des Schlosses, als ein Harfnervon den wilden Ufern des Skianach verkleidet. Ich wolltemeinen Dolch in den Leib des Mac Aulay mit der blutigen