den des Marquis zu überreichen. Sein Führer nickte undentfernte sich.
Der Kapitän wurde ungefähr eine halbe Stunde an diesemOrte gelassen, um während dieser Zeit die neugierigen undzugleich feindseligen Blicke der bewaffneten Galen mit Gleich-gültigkeit zu ertragen, oder mit Stolz zurückzugcben; seinAeußeres und seine Ausrüstung war nämlich den Hochländernebensowohl ein Gegenstand der Neugier, als seine Person undsein Vaterland ihnen ein Gegenstand des Widerwillens zu seinschien. Alles dieß ertrug er mit einem militärisch unbeküm-merten Wesen, bis eine in schwarzen Sammt gekleidete Per-son mit einer goldenen Kette, wie sie jetzt die Magistrats-Personen von Edinburgh tragen, nämlich der Haushofmeister desMarquis von Argyle, nach dem Verlauf der erwähnten Zeitin's Zimmer trat und den Kapitän mit feierlichem Ernst auf-forderte, ihn zu seinem Herrn zu begleiten.
Die Reihe der Zimmer, welche Beide durchschritten, warmit Dienern und Besuchern verschiedener Art gefüllt; dieselbenwaren vielleicht mit absichtlichem Prunke dort ausgestellt, umdem Gesandten Montrose's eine Vorstellung von der überlege-nen Gewalt und Pracht zu geben, welche das jenem feindlicheHans Argyle besäst.
Ein Vorzimmer war mit Laqnaien gefüllt, die in Braunnnd Gelb, die Familicnfarben, gekleidet und in einer doppel-ten Reihe aufgestellt, den Kapitän Dalgetty schweigend an-blickten, als er zwischen ihnen hindnrchging. In einem an-dern Vorzimmer befanden sich hochländische Herren und Häupt-linge kleinerer Stammeszweige, die sich mit Schach, Triktraknnd anderen Spielen die Zeit vertrieben, dieselben aberkaum unterbrachen, um ans Neugier auf den Fremden zublicken. Ein drittes Vorzimmer war mit niederländischen