Druckschrift 
20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
Seite
166
Einzelbild herunterladen
 

166

sollen, worüber ich einst hörte, wie der große FeldmorschallBanner eine gelehrte Erörterung mit General Tiefenbach wäh-rend eines Waffenstillstandes hielt."

Kapitän Dalgetty," erwiderte Sir Dnncan sehr trocken,es ist nicht der Brauch in den Hochlanden, militärische Ange-legenheiten mit Fremden zu verhandeln; dies; Schloß kann sichgegen einen weit stärkeren Feind, als irgend eine Streitmachtvertheidigen, welche die unglücklichen Herren, die wir inDarnlinvarach verließen, zur Belagerung desselben aufbringenkönnen."

Ein tiefer Seufzer der Dame begleitete den Schluß derWorte ihres Gemahls, welcher sie an irgend einen schmerz-lichen Umstand zu erinnern schien.

Wer es gegeben hat," sagte der Geistliche, indem er sichzu der Dame in feierlichem Tone wandte,hat es genommen,möchtet Ihr, chrenwerthe Dame, noch lange Zeit sagen kön-nen , gesegnet sei sein Name!"

Auf diese Ermahnung, welche für die Dame allein bestimmtzu sein schien, antwortete dieselbe mit einer Neigung ihresHauptes unter dem Ausdruck größerer Demuth, als KapitänDalgetty bisher an ihr bemerkt hatte. Da er nun glaubte,sie befinde sich seht in besserer Laune zum Gespräch, setzte erbei ihr seine Bemühungen, eine Unterhaltung anznknüpfen,fort.

Es ist ohne Zweifel sehr natürlich, daß Eure Ladyschaftetwas niedergeschlagen wird, sobald man militärische Vorbe-reitungen erwähnt, welche, wie ich beobachtet habe, unter denWeibern aller Nationen und beinahe aller Stände große Be-stürzung verbreiten; dennoch waren aber Panthesilea im Altcr-thume, und auch Jeanne d'Arc, und Andere von ganz verschie-denem Schlage. Auch habe ich gehört, als ich den Spaniern