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für einen scchsmonatlichcn Feldzug bei einem halben Thalertäglichen Soldes belaufen würde; als er diese Aufgabe gelösthatte, ging er zu der dunkleren Berechnung über, wie eineBrigade von 2000 Mann nach dem Grundsatz der Ansziehungder Quadratwurzel aufznstcllen sei.
Aus seinem Grübeln ward er durch den erfreulichen Schallder Mittagsglocke erweckt, worauf der Hochländer, der ihnbis dahin bewacht hatte, sein Kammerdiener wurde und ihnin die Halle führte, wo eine Tafel mit vier Gedecken genü-gende Beweise hochländischer Gastfreundschaft gab. Sir Dun-can trat ein, indem er seine Gemahlin, eine große bleicheDame, am Arm führte, deren Züge und Kleidung eine tiefeTrauer bezeugten. Ihnen folgte ein prcsbyterianischcr Geist-licher mit dem Genfer Rock und einem Käppchen von schwar-zer Seide, welches sein Haar so dicht bedeckte, daß man das-selbe kaum sehen konnte, wobei die blosliegenden Ohren indem allgemeinen Aussehen ein zu großes Uebcrgewicht hatten.Diese unzierliche Mode war damals allgemein und veranlaßtezum Theil die Spottnamen: Rundköpfe und spitzohrige Hnnde,womit der Uebermnth der Cavaliere damals gegen ihre poli-tischen Gegner sehr freigebig waren.
Sir Dnncan stellte seinen militärischen Gast seiner Gemah-lin vor, welche dessen technische Begrüßung mit einer steifenVerbeugung und mit Schweigen erwiderte, bei welcher es sichschwer entscheiden ließ, ob Stolz oder Trauer dabei einengrößeren Antheil habe. Der Geistliche, dem er alsdann vor-gestellt wurde, betrachtete ihn mit einem Blick, worin sichWiderwillen und Neugier mischten.
Der Kapitän an schlimmere Blicke gefährlicherer Personengewöhnt, bekümmerte sich sehr wenig um die der Dame undDes Geistlichen, sondern richtete seine ganze Seele auf den