Druckschrift 
20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
Seite
139
Einzelbild herunterladen
 

einen Augenblick mit festem Ange zuerst ans den einen, unddann ans den andern Herrn, und fragte sie dann, als sei erunentschlossen, was sie ihm unter solchen Umstanden mit Gn-stavus anznfangcn rathen würden.

Bei der Hand meines Vaters, mein theurer Freund,'' er-widerte Mac Anlay,wenn Ihr das Thier meinem Gewahr-sam übergebt, so könnt Ihr Euch darauf verlassen, daß iches seinem Werth und seiner Trefflichkeit gemäß werde fütternund abgesondert warten lassen, und daß Ihr es bei Eurer Wi-derkehr so glatt finden werdet, wie eine in Butter gekochteZwiebel."

Oder," sagte Sir Miles Mnsgrave,wenn dieser würdigeCavalier sich lieber für eine vernünftige Summe von seinemStreitroß trennen will, so langt mir noch ein Thcil der sil-bernen Leuchter im Garne meiner Börse, ich werde denselbensehr gern in die seinige übertragen."

Kurzum, meine ehrcnwerthe Freunde," sagte Kapitän Dal-getty, indem er sie wiederum mit dem Ausdruck komischenScharfsinns anblickte,ich finde, daß es Jedem von euch nichtunangenehm sein würde, ein Andenken an den alten Soldatenzu besihen, im Fall Mac Cnllnm More ans den Einfall kom-men sollte, ihn am Thore seines Schlosses aufzuhängen, undohne Zweifel wäre es bei solchem Ereignis; für mich keine ge-ringe Genugthunng, wenn ein edler nnd loyaler Cavalier,wie Sir Miles Mnsgrave, oder ein würdiger und gastfreund-licher Häuptling, wie unser ausgezeichneter Wirth, mein Te-stamentsvollstrecker sein würde."

Beide beeilten sich, Protest cinzulegen, daß sie keinen sol-chen Zweck hätten, und beriefen sich wieder auf den unzu-gänglichen Zustand der hochländischen Wege. Angns Mac Au-lay murmelte eine Anzahl schwer auszusprechender galischer