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lassen, Vergehen zu bestrafen, Verbrechen zn verzeihen, Gou-verneure und Befehlshaber ein- und abznsetzen. Kurzum, cswar eine so ausgedehnte und weite Vollmacht, wie nur irgendein Fürst einem Unterthan ertheilcn konnte. Sobald sie ver-lesen war, brachen die versammelten Häuptlinge in einen lau-ten Zuruf ans, um ihre bereitwillige Unterwerfung unter denWillen ihres Fürsten zn bezeugen. Montrose begnügte sichnicht allein, ihnen im Allgemeinen für einen so günstigen Em-pfang zn danken, sondern beeilte sich auch, sich an die Ein-zelnen zu wenden. Die wichtigsten Häuptlinge waren ihmschon lange persönlich bekannt, er führte sich aber auch beidenen von geringerer Bedeutung jetzt ein und erwies durchseine Bekanntschaft mit ihren bcsondern Benennungen sowiemit den Verhältnissen und der Geschichte ihrer Clans, daß er-lange Zeit den Charakter der Bergbewohner studirt und .sichfür seine jetzige Stellung vorbereitet hatte.
Während er mit diesen Handlungen der Höflichkeit beschäf-tigt war, bot sein anmuthiges Wesen, sein ausdrnckvolles Antlitzund die Würde seiner Haltung einen auffallenden Gegensatzmit seiner groben und niedrigen Kleidung. Montrose besaßjene Art der Gestalt und der Gesichtszüge, in welcher der Be-schauer beim ersten Blick nichts Außerordentliches sieht, dieaber einen um so größeren Eindruck hervorruft, je länger mandieselben anblickt. Sein Wuchs reichte etwas weniges überdie mittlere Größe,- sein Körper war aber ungewöhnlich gutgebaut und sowohl zur Aenßernng großer Kraft wie zu Ertra-gung vieler Strapazen geeignet; er besaß wirklich eine eiserneLeibesbeschaffenheit, ohne welche er die Prüfungen seiner außer-ordentlichen Feldzüge nicht hätte ertragen können, in denen er-den Entbehrungen des gemeinsten Soldaten sich unterwarf;er war vollkommen in allen Körper-Übungen, sowohl friedlichen