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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
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ihrem Interesse für Krieg und Frieden gemäß war. Somitglich die Versammlung der Häuptlinge jenen alten deutschenReichstagen, wo der kleinste Freiherr, welcher ein Schloß aufeinem öden Felsen und einige hundert Aker umliegenden Feldesbesaß, auf den Stand und die Ehre eines souveränen Fürstenund auf einen Sitz seinem Range gemäß unter den Würdeträ-gern des Reiches Anspruch machte.

Das Gefolge der verschiedenen Führer war abgesondert ge-lagert und mit Bequemlichkeiten versehen, so gut es der Raumund die Umstände erlaubten; jeder Häuptling hatte jedoch sei-nen Leibdiener, welcher seiner Person wie sein Schatten folgte,um Alles anszuführen, was sein Gebieter befehlen würde.

Das Aeußerc des Schlosses bot ein merkwürdiges Schau-spiel. Die Hochländer aus verschiedenen Inseln, kleineren undgrößeren Thälern, betrachteten einander aus der Entfernungmit Neugier oder feindlichem Uebclwollen. Der auffallendsteTheil der Versammlung war aber, wenigstens für Ohren desNiederlandes, der Wetteifer der Dudelsackpfeifer in ihremSpiel. Diese kriegerischen Musiker, wovon ein jeder die höchsteMeinung von der Ueberlegenheit seines eigenen Stammes nebender dünkelhaftesten Vorstellung von der Wichtigkeit seines Ge-werbes hegte, spielten zuerst ihre Schlachtlieder vor der Frontdes eigenen Clans. Zuletzt jedoch, wie die Birkhühner gegendas Ende der Jagdzeit, wenn sie durch den Schall ihres trium-phirenden Krähens einander anlocken und nach der JägerspracheKetten bilden, ebenso näherten sich einander allmälig die Du-delsackpfeifer, um ihren Znnftgenoffen einen Beweis ihrer Ge-schicklichkeit zu geben, wobei sie ihre gewürfelten Mäntel undRöcke in derselben trinmphirenden Weise anfblähten, wie dieVögel ihre Federn in die Höhe sträuben. Indem sie auf ein-ander zugingen und sich mit Blicken beschauten, worin Dünkel