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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
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Inhalt des Kästchens einen Ring wählte, welcher offenbarden geringsten Werth besaß;bewahrt den andern Schmuckfür Eure Braut oder die Eures Bruders. Aber, gütiger Him-mel," rief sie ans, indem sie sich selbst unterbrach und aufden Ring blickte,was habe ich mir gewählt!"

Allan beeilte sich, den Ring mit Blicken finsterer Besorgnißanzuschauen; auf demselben war i» Emaille ein Todtenkopfüber zwei gekreuzten Dolchen dargestellt. Als Allan dießSinnbild erkannte, seufzte er so tief, daß Aunvt den Ringaus ihrer Hand fallen ließ, welcher über den Boden rollte.

Lord Menteith nahm ihn auf und gab ihn der erschrecktenAnnot zurück.

Ich nehme Gott zum Zeugen," sagte Allan mit feierlicherStimme,daß Eure Hand, junger Lord, und nicht die mei-nige ihr diese Gabe von übler Vorbedeutung zurückgegebenhat. Es war der Trauring meiner Mutter, zum Andenkenan ihren ermordeten Bruder."

Ich fürchte keine Vorbedeutungen," sagte Annot, durchihre Thränen lächelnd;nichts, was aus den Händen mei-ner zwei Beschützer kommt (so war sle gewohnt, Lord Men-teith und Allan zu nennen), kann der armen Waise Unglückbringen." Sie steckte den Ring auf ihren Finger und sang'nach'einer lebhaften Melodie die folgenden Verse aus einemdamals sehr bekannten Liede, welches durch den sonderbarenGeschmack in Anwendung von Bildern, welcher zu König KarlsZeiten gewöhnlich war, charakteristisch ist und aus einem beiHofe ausgeführten Schauspiel in die Wildnisse von Perthshiregelangt war:

Laß ab, in Sternen nachzusehcn,Nicht ihnen ist zu trauen,