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Tage nach der Schlacht entweder in plötzlichem Wuthanfall,oder ans tiefem Haß gegen seinen arglosen Freund, den LordKilpont mit dem Dolche erstach und aus dem Lager Mont-rose entfloh, nachdem er eine Schildwache, die ihn aufzuhal-ten suchte, getödtet hatte. Bischof Guthrie erwähnt als Ur-sache dieser niederträchtigen Handlung den Umstand, daß LordKilpont mit Abscheu einen Vorschlag von Ardvoirlich, Mont-rose zu ermorden, gegeben hatte. Es sckcint jedoch nicht, daßirgend eine Beglaubigung für diese Beschuldigung vorhandenist. Der Mörder Ardvoirlich floh zu den Covenanters, undwurde von ihnen angcstcllt und befördert. Er erhielt einenGnadenbefehl für die Ermordung des Lord Kilpont, den dasParlament 1644 bestätigte, und ward zum Major in Argyle'sRegiment ernannt.
Dies; sind die Thatsachen der Erzählung, die hier als eineSage aus Montrose's Kriege mitgetheilt ist.
Der Verfasser hat sich bemüht, die Tragödie der Erzäh-lung durch die Einführung einer Person zu beleben, welcheder Zeit und dem Lande eigenthümlich ist. Nach dem Urtheilausgezeichneter Richter hat er hierin einigen Erfolg gehabt.Die Verachtung gegen Gelderwerb bei den damaligen jungenLeuten, welche auf höheren Stand einigen Anspruch machten,die Armuth Schottlands, die Neigung zum Wandern und zuAbenteuern als Zug des National-Charaktcrs. — alles dießführte Schotten in's Ausland, um Militärdienste in Ländern,wo gerade Krieg geführt wurde, zu nehmen. Auf dem Fest-lande zeichneten sie sich durch ihre Tapferkeit aus; da sie aberdas Gewerbe von Söldnern ergriffen, so setzten sie dadurchnothwcndig den National - Charakter herunter. Die geistigeBildung, welche die meisten derselben besaßen, artete in Pe-danterie ans; ihre gute Erziehung wurde zu einem bloßen