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Srni, ben bie munbcrbare Schönheit biefcv jungfräulichen ©e«ftalt fall bis gut Slnbctung begeijiette, gtoeifclte nicht, bafj csbaS ©üb eittev heiligen fei. ®r verheimlichte cs, fpradj felbfifeinet fflluttet nicht bauon, au« Surdjt, man merbe ihm bic ge«liebte ©ifbfäule nehmen. Slber bcn fdjmargen ©tein trug er gunt©fatrct von SBafjleten, um bod) aus bet Snfdjrift ben ©amenfeinet •heiligen gu erfahren. Siefer aßet las bcn ©amen he Iba,fdjüttclte beti Jlobf, behauptete, es fei bas feine heilige, unbBehielt ben Stein,
•heilige ober nicht, Srni fnicte oft eutjücft not biefer finbfief)«fdjönen heba, betete mit 3nbrun|t, mie viele ©ebetc er erlernthatte; fußte anfangs nur mit (Sfyrfurc&t bcn faltigen ©amu ihres©emanbeS; enblich bertraulidjer and) bas ntcblidje älöpfdjcn, tro£bet Roheit unb Sßütbe in beffen 2Jtiene. Sie ©djönfte bet fdjönen©uggiöbetgcrinnen hatte ihn nie fo gerührt, mie gicrlid) ffe flehauch baS bunte Sud) umS haupt fdjlangen, unb toie tofenfatbenbie •Knie unter bent ©aunt ii)reS fitr^en SJocfeS hetwerfdjimmernmosten, @r hatte baS gefährliche Silier bon 25 Saßteii erreicht,cl)ue gu mijfcn, mo fein herg in ihm mar. Sffiüljrcnb er bie leben*bigeit Sltübdjcn bisher, bie ihn bod) ben fdjönen Srni nannten,gleichgültig anfal;, als mären fte bon ©tein gemacht, liebte erje|t bcn SHarmorfietn in hirtlidjcr ©infamfeit, als mär’ er leben«big. Oft nahm er bas jarte ©ebilb in feinen Sinn, als tonnt’ eres ermannen; unb gumeilen glaubt er ben jitgenblidjen ©ufen beffel*bcn ftd) heben unb fetifen gu fchen.
©o lag er aud) einmal im abenblidjen 3mielid)t an einer gcr«riffeucn gelsmanb im ©ebüfd), als er mit Srjlaunen gu feinenSüßen ein f(eines, rauhes ©tännlein mit fdjncemcißeni haar er«bliefte. SaS lächelte ihn an, unb fugte: „gürdjte bich nicht, beimich bin SJlungg, ^elva’s ©ruber. @ib mir bas ©üb meiner ©djme«fter, id) gebe bir bafür bie fdjönfte Sungfrau, bic im ©ebitg mohnt."
SW. Sie». IX. lt