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hörte in einiger Entfernung hinten Pferdegetrappcl, Mcnschenstim-men. Offenbnr wurden sie von Nachsctzenden verfolgt. Es scholldeutlich ans der Ferne das schreckliche „Halt! Halt!" und die aufdem Bocke vorn riefen: „ Vorwärts ! " Die Peitsche pfiff; die Pferdesprengten mit dem Wagen über Stock und Stein, bis sich hinter-wärts jede Spur der Verfolgenden verlor.
So ging cs durch Dorf und Wald und Feld; bald schneller,bald langsamer, bis der Weg durch tiefen Flugsand führte. Esmochte Mitternacht schon vorüber sein. Man ließ die erschöpftenRosse sich im Schritt erholen. Aber nicht lange, so hörte manwieder hinterwärts Rosse wiehern. „Vorwärts!" schrien die vornauf dem Bocke; die Peitsche pfiff. Nasch flog der Wagen über denSand hin. „Halt! halt!" schrien schon ziemlich nahe die Ver-folger. ES sielen einige Schüsse. Eine Kugel schlug durch denWagen. Clemcntine bebte in Todesangst an WilmsonS Brust.
Auch diesmal noch rettete die Kraft der vortrefflichen Rosse.Die Nachsetzenden blieben weit im Sande zurück. Nur wenigeMinuten hielt der Wagen vor einem einsamen Hof an. Es standVorspann bereit. Der wackere Krabb hatte meisterhaft gesorgt.Mit frischen Rossen ging's im Trab weiter. Nach und nach ver-lor sich die Furcht der Flüchtlinge wieder. Clementine sank über-müde an die Brust ihres Freundes und entschlummerte. Der Wa-gen zog weich durch den sandigen Weg hin. Die Stille und Ein-förmigkeit der Bewegung lockte auch in WilmsonS Augen erquicken-den Schlaf, gegen dessen Gewalt er sich vergebens sträubte.
Beide erwachten erst, als schon das Tageslicht begann unddurch die aufgezogenen Kutschenfenster schimmerte. Sie fühlten,der Wagen halte. Sie hörten draußen heftigen Wortwechsel. Deralte Krabb ließ sich mit seiner Donnerstimme in lästerlichen Schwü-ren und Flüchen vernehmen.
Wilmson vermnthete Gefahr. Er öffnete das Fcnsterlein derZsch. Nov. VIII. 13