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8 (1851)
Entstehung
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lang z» überlassen, sondern die Stunde» ruhiger Ueberlegnng zuerwarten."

Wilmson gab dem gütigen und besorgte» Manne schweigend dieHand, ohne von Allem, was er sah und hörte, das Mindeste zubegreifen. Eine solche Höllen- und Himmelfahrt binnen einer halbenStunde wäre aber auch wohl vermögend, dem Verstand des Be-sonnensten Schwindel zu verschaffen.

Ein Micthwagcn fuhr vor. Der Kommandant winkte den Wei-bern:Fort mit ihr, fort!" Man führte oder trug Clementincnin den Wagen. Wilmson blieb träumend, wie er war, am Fenster,bis ihn der Oberst weckte.Vorwärts, mein Sohn!" sagte erzum Feldwcibcl mit Herzlichkeit:Du hast mir die Hand gegeben,würdig zu handeln. Ich zähle ans dich und dein Ehrenwort. Geh'in den Wagen; führe das arme Mädchen in deine Wohnung ein,und vermehre die Verzweiflung der Unglücklichen nicht durch Grau-samkeit und Härte. Es wäre unmännlich, diese Verlassene ärgerzu quälen, als sie schon von ihrem Schicksal gequält ist. Geh',Freund, beruhige sie und dich selbst, so gut du es in deiner Lagev . vermagst, durch freundliches Gespräch. Geh'!"

Wilmson ging. Er stieg in die Kutsche, wo Clementine sichmatt und ängstlich in einen Winkel geschmiegt hatte. Er setztesich zu ihr. Der Wagen rollte fort.

Aber ist das Alles wahr? Zst das Alles Wirklichkeit?" sagteer mit einem Blick, in welchem das Entzücken funkelte, indem erClementinenS Hand an seine Brust drückte:O theure Clcmcntine,wenn ich nur träumen sollte, wecken Sie mich nicht. Wenn ichwahnsinnig wäre, so lassen Sie mich nicht heilen."

Clemcntine drückte schwach seine Hand und lächelte ihn schwei-gend an, und schüttelte das schöne Köpfchen. Noch hing auf ihrerblaßgeröthetcn Wange eine Thräne.