Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
308
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Pferd eine» Augenblick anhaltcu zu wollen, indem er einen langenBlick auf den Herrn Wilmson warf, und zum Fürsten von Dessausprach. Der König ritt weiter und sah stch noch einmal um DerFürst war zurückgeblieben, bis der Kommandant von Magdeburgin seine Nähe kam. Beide redeten zusammen wenige Worte, mitdem Gesichte nach der Seite gewandt, wo der Invalide und Wilm-son standen. Dann ritt der Gencralseldmarschall in kurzem Trabedem Könige nach.

Als sie kaum vorüber waren, sagte Herr Wilmson zum Inva-liden:Krabb, ich wette Zehn gegen Eins, der König kennt dichund deinen Stelzfuß noch, und der alte Dcssauer dazu. Sic sprachengewiß von dir. Hast du's nicht bemerkt? Das kann für dich einglücklicher Tag werden!"

Richtig, Herr Wilmson. Fast sind mir die Sinne geschwun-den. Aber doch hätte ich schwören wollen, der König hätte mehrSie, Herr Wilmson, als meine Wenigkeit ins Auge genommen.Der alte Dcffaucr aber, denk' ich, muß mich, mein Seel, nochkennendenn ich war's, der bei Hochstädt einen baicrischen Offizierniedersticß, der eine unserer Fahnen erobert hatte-, ich reichte siedem Fürsten, als er cs sah, was ich gcthan, und er riß sie mirauS der Faust, und, hol' mich, straf mich! als er die Fahne aufdem Pferde hatte, Herr Wilmson . . ."

Jetzt erst bemerkte der Invalide, daß ihm, im Gedränge derdem königlichen Zuge nachschwärmcndcn Leute, Herr Wilmson vonder Seite gekommen sei, und er seine Geschichte wildfremden Men-schen erzählte, die neben ihm gingen. Er stieß einen derben Fluchaus, sah nach allen Richtungen umher, seinen Mann wieder zufinden. Weil er aber die Hoffnung aufgab, machte er rechtsumund steuerte stromaufwärts durch das Menschengewühl.

Hastig ergriff ihn ein schöner junger Mann, von hoher Gestalt,beim Arm. Es war der Sohn des Herrn Wilmson, der ihm ent-