einem inner» Gcwiitcrsturm, Widerhall eines Grollens mir Wellund Schicksal.
„Zürnen Sie mir nicht, Ihenrc Gräfin," schrieb er an Bcatriecn:„ich verlasse in diesen Angenblicke» Seiglio, wider Ihr Gebot; aberans den Nns meiner Pflicht, meiner Ehre, ja selbst meiner Liebesür Sie. Ich bars von Ihrem Herzen keine Liebe fordern; nnrAchtung. Ich bleibe dieser nnr durch meine Flucht würdig. Wirbeide find nicht die Letzten, nicht die Erste», welche, durch denZwiespalt menschlicher Ordnungen mit den Ordnungen der Natnr,ein gebrochenes Herz davon tragen. Verschiedenheit nnscrS Ver-mögens, nnscrS NangcS, unserer Kirchen verdammen de» Bundunserer Seelen, de» zu meiden nicht von uns abhing.
„ Leben Sie wohl l Nun ist mein Leben leer. DaS Vergangenehat allen Zweck verloren, das Kommende alle Macht der Anzie-hung, selbst für müßige Ncngicr. Mein Lebe» ist leer. Nur derStolz des Bewußtseins erhebt mich gegen ein unverdientes Geschick,und gewährt Trost, inzwischen das Herz verblutet, welchem diealleshcilendcn Stunde» keinen Balsam bringen können.
„Klagen Sie nicht, edle Gräfin, der Himmel liebt Sie mehr,als mich. Er scheidet Sie von mir, daß ich Sic nicht mit hinabin meine verdcrbcnrcichcn Schicksale reiße. Zmmcr trachtete ichdes Guten zu lhu», was ich vermochte; aber Alles mußte sür michunfreundlichen Ausgang haben. Wer sich mit mir verband, wardzum Unglück reif.
„Ich bin geringer Herkunft in der Welt, nicht in der Natur.Tarum häng' ich dieser an, verschmäht mich jene. Ich kann michmit der Gemeinheit und Flachheit der meisten Sterblichen nichtgemein und flach machen; darum steheich in der Welt, als ewigerFremdling, und irre nmhcr durch die Länder und Jahre, wie derewige Jude durch die Jahrhunderte, suche meine Ruhe und findesic nicht. Dem sogenannten Glück habe ich noch keinen Stroh-