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Seelenruhe zuträglich ist? Hätten Sie mich nicht aus dem See-salz gezogen, so wäre ich schon längst i,n Magen der Seehundeund Haifische verdaut. God dam! und Sie haben obendrein nocheinen Schuß zu gut. Ich komme mit Ihnen wahrhaftig nie insReine. Aber, Sir FortunatuS, ich beschwöre Sie, verdoppelnSie die Last meiner Verpflichtungen nicht. Ich ehre Sie, ich liebeSie sogar, ich bin Ihnen lebenslang dankbar; — doch bleibenwir auf sieben Schußweiten von einander."
— Und, Sir Georg, warum streben Sie jetzt noch so gestissen,mir auszuweichen?
„Kann denn ums Himmels willen eincni Schuldner der Anblickseines Gläubigers einladend sein?" erwicdcrte Georg lachend:„Sprechen wir davon nicht. Ich verehre Sie aufrichtig. Aberwir beide find allzuglcichnamige Pole; darum stoßen wir uns inder Nachbarschaft ab. Ich schwöre, hundert Meilen von Ihnenbin ich in Sie sterblich verliebt. Da wcrd' ich sehnsüchtige Ele-gien und Nachtgcdanken, wie Voung, schreiben; aber hier . . ."
— Sie find der wunderlichste und liebenswürdigste Kauz, den ichjemals erblickte. Gehen Sie, Sir Georg. Ich plage Sie nicht mehr.
2» der Thal fanden sich beide fortan auch nur selten in derEinsamkeit der Marina Stderno zusammen. Der Brite schloß sichvielmehr jenem ehrlichen Stauffacher von Glarus an, mit welchemer Freud' und Leid zu theilen schien : Herr Linthi dagegen fandim Umgang mit dem jungen Creolen volle Entschädigung.
Beide thatc» viele kleine Streiszüge durchs Land. Für denSchweizer war cs eine neue Welt. Die Lieblichkeit des Himmels,die Frnchtbarkeil der Erde entzückte» ihn oft. Aber wenn er dieArmuth des Volks, den nachlässigen Anbau des Bodens sah, schüt-telte er den Kopf und erzählte seinem Begleiter von der sorg-samen Landwirthschaft der Heimath. UebrigenS fand er die calabri-schcn Bauern zuletzt gutmüthigcr und gastfreier, als er sic anfangs