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8 (1851)
Entstehung
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Leben in der Strandhütte.

Der Entscheid des Obcrgcnerals verzögerte zwölf Tage. Unter-dessen wurden die Nackten gekleidet; die Erkrankten durch französischeFeldärztc mit Arzneien hergestcllt; am vierten Tage die Tvdtenunter großer Feierlichkeit und Zulauf vielen Volks zur Erde be-stattet. Kapitän Luccrne war mit seiner Mannschaft dabei anwesend.Voran zog das Musikkorps des 23. französischen Lintenregimcnts;mit den Tranertönen desselben setzte sich der große Zug von zwei-undvierzig Särgen in Bewegung. Die den Schiffbrnch überlebthatten, folgten der langen Reihe ihrer Todtcn mit weinenden Augen.Unweit einer einsamen Kapelle wurden die Särge in ein allgemeinesGrab ans dem Felde, unter kirchlichen Gebräuchen, verscharrt.

Nun begann aber bald an der unheilvollen Marina Sidernotäglicher Hader unter den am Leben Gebliebenen über die gestran-deten Maaren. Die meisten verlangten deren Verkauf und Vcr-thcilnng des Geldes. Einige entwandten sogar Tücher und ver-kauften sie heimlich de» Bauer». Der gute Luccrne war nichtungcncigt, sic der schiffbrüchigen Mannschaft zu überlassen. Stureiner aus diese», ein ehrlicher Schweizer, Namens HeinrichStauffacher, aus dem Kanton GlarnS, widersetzte sich mannhaft.Ungelenk' in französischer wie italienischer Zunge, wandte sichStauffacher tu, rauhen Alpcndeutsch an den clsaßischen HauptmannNapoleons und erklärte: die Schiffsladung gehöre so wenig denReisenden, deren die meisten, außer ihrem Leibgepäck, nichts zurAustria gebracht hätten, als den Calabrescn. Cr rufe die Ent-scheidung des Obcrgcnerals an. DaS gerettete Gut müsse zurVerfügung der Triestiner Sceassekuranz gestellt werden, welcheohnehin den wahren Eigenthümcrn Ersatz zu leisten habe.

Diese Vorstellungen des schlichten Mannes hatten bei dem fran-