Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
62
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Im Sommer 1808, also vor zwanzig Jahren elro» ! tux.aceslaliunlur an»ü kam ein wackerer Mann von Glarus zw mir,Namens Heinrich Stauffachcr, der eben ans dem Wege nachAmerika war. Er ließ mir znm Geschenk das Tagebuch seiner Reisezurück, die er, im Jahr zuvor, von Triest nach Messina gemacht,und ans welcher er, besonders in Calasiirien, sonderbare Abenteuererlebt hatte. Vielerlei erzählte er mir nebenbei, was ich zu seinemTagebuche anmerktc. Daraus ward nun die Erzählung vom Creolcn.Sie enthält also, was man ohnehin leicht wahrnehmen wird, eineGrundlage von wirklichen Thatsachcn. Das Schmuckwcrk legte oben-gedachteS armes Mädchen, kraft seiner göttlichen Abkunft, bei.

Da dieser Brief also nur Vorläufer der Erzählung für Sie ist,so heben Sic ihn einige Wochen auf, bis Ihnen unser RemigiusSauerländer das Büchlein selbst schickt. Dann vergessen Sicnicht, daß ich, aus guten Gründen, einzig bei den Namen desFortunatus Lin thi, des Georg Down, der gcracesischcn FamilieMarco li, der Marchesa Vioganni und dessen, was zu derenFamilie zählt, der strenge» Wahrheit nicht getreu bleiben konnte.Die klebrigen nannte ich, wie sic ohne Zweifel noch heute in denTaufbüchern ausgezeichnet stehen; und wahrlich leben noch mehrereihrer Eigenthümcr, so gut, wie wir beide

Wenn denn wohl auch Mancher die Achsel zuckt, daß aus mirzuletzt nur ein Erzähler, so eine Art Spielmanns für die müßigeWelt, geworden ist: ich weiß ja, Sic und meine Nanny, diemit der Muse selbst viel Aehnlichkeit der GcmüthSwcise hat, hörenmich gern an. Man schmuggelt mit einem gute» Mährche» mancheWahrheit in die Welt ein, manche Erinnerung ins Herz, die vonKanzel und Katheder herab sich zu Tode fällt. Nenne man desDichters Gabe nichtigen Goldschaum; mit Goldschaum deckt manNrzneipillcn.-