Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
17
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Erst, wie sie milde» Bechern i» der Hand bei Tische einandergegenüber saßen, betrachteten sie sich mit zärtlichem Wohlgefallenrnhiger. Da war nnn unter den beiden Jngcndgespielen des Fragensviel her und hin. Einer bewunderte de» Andern, wie er so ge-wachsen, so männlich und schön geworden. Nnn wollte Jeder wissen,wie alt der Andere sei. Es war leicht zu berechnen. Es warenrolle zehn Jahre, seit sic sich das letztem«! am Steinbruchc beiLa Sarraz gesehen. So hatte Olivicr ein Alter von sechsund-zwanzig, Euguh ein Alter von viernndzwanzig Jahren. Olivicrmußte haarklein alle seine Abenteuer berichten; mußte erzählen,was er indessen vom väterliche» Hanse vernommc», von allen Vor-fällen in La Sarraz. Natürlich ward auch der kleinen Marketen-derin Helena angelegentlich gedacht. Doch von dieser hatte Keinererfahren, ob sie noch lebe, oder schon bei den lieben Engel» imHimmel sei.

Endlich erzählte anch Cugny, der nur immer fragen und hörenwollte:

Du weißt, Olivicr, wie ich von La Sarraz meinem Vaterentlief. Unterwegs, ich wußte selbst nicht, wohin ich wollte, warich unbekümmert um mein Schicksal. Ich war ja ein starker Bursch;man sah mir meine vierzehn Jahre kaum an. Arbeiten hatte ichgelernt und alle Wetter ertragen. An Leckerbissen war ich nichtgewöhnt. Was brauchte ich viel? Ich konnte mich schon durch-schlagen. Sv war ich bei meinen paar Schillingen reich.

Aber als ich mich denn ich lief die ganze Nacht hindurchim Mondschein hinsctzte, mein Brod zu verzehren, und ich deinAndenken, dein Messer hervorzog, um das Brod zu schneiden,da weinte ich bitterlich.- Denn nun erst warst du mir ganz gegcn-Zsch. Nov. VIU. 1'