Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
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28aS die Quellen unserer Erzählung betrifft, muß sich eine derselbe» i»den Archiven von Wien, und zwar im Tagebuch der Belagerungvon Ofen, vom Zahr 1686, befinden. Wir.hatten zwar nicht dasGlück, unmittelbar aus ihr zu schöpfen, aber doch haben wir Versicherung,daß der Schluß der Geschichte darin bemerkt sei. Eine andere Quelle isteine sehr zierlich in groß Oktav gedruckte Schrift, 71 Seiten stark, welche,ohne Anzeige des Druckorts, im Jahr 1765 unter dem Titelt Ilncliseie liuele " erschien. Eine dritte find Sagen, die zwar für den Gc-schichtforschcr den geringsten Werth haben mögen, für uns aber nichts min-der als verwerflich waren. So viel zur Einleitung.

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An cinem tiefen Thale und hohen Felsen liegt im schweizerischenKanton Waat ein altes, kleines, doch wohlgebautes Städtlcin,mit einem frciherrlichen Schlöffe geziert. Das Städtlcin heißt LaSarraz, Hier lebt ein gutmüthigcS, frohes Völkchen, lind istcs nicht durch seine Reichthümcr oder Alterthnmer, durch seineWissenschaften oder Trauben berühmt: so ist cs doch durch dieTreue und Freundschaft unter sich und mit den Nachbarn, wenig-stens ehemals, sehr schätzbar gewesen. Einen Beweis davon gabenzwei kleine, artige Knaben, Cugny und Olivier,

Cugny war der jüngste Sohn eines armen, alten Mannes,der unweit dem Städtchen in einer Bauernhütte unter seinem Stroh-dache vergnügt lebte. In Cngny's Hause herrschte jederzeit die besteOrdnung, die größte Eintracht, die strengste Arbeitsamkeit, Selbst