Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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Wasser auSgebreitct, daß wir glauben mußten, das Schifflein seiuntergegangen. Nun gereute es mich, daß ich mich nicht an denseltsamen Hauptmann näher gemacht, oder mich wenigstens seinesWeges erkundigt hatte. Denn der mochte schon einen Spiritusfamiliaris haben.

Unfern der Höhe des Berges fanden wir ein Haus. Die Leutenahmen unö freundlich auf, gaben unS Speise und Trank, undtrockneten unsere nassen Kleider an dem warmen Ofen. Auch ver-weilten wir wegen des Regens den Tag hier und die Nacht.

Weg durch Graubundcn nach Italien.

Unsere Wirthsleute hatten für ein Schifflein gesorgt, daß wirden folgenden Tag gegen Abend abfahrcn konnten. Wind, Wetterund See waren still. Wir stiegen denselben Bergweg zurück, wel-chen wir hinaufgegangen waren, und das Schiff wartete an der-selben Stelle, wo uns der Spanier Tags zuvor verlassen hatte.

Als wir das Land erreicht, zog ich überall sorgfältige Erkundi-gungen um den Hanptmann ein. Doch hatte ihn Niemand gesehen.Auch in der Stadt Chur erfuhr ich im WirthShaus von seiner An-kunft nichts. Thorhaimcr sagte:Den Großsprecher nebst seinemZaubermantel fressen die Fische. Gott habe seine Seele gnädig!"

Hart hinter dem Städtlein ging'S durch einen hohlen Berg-weg hinauf ins hohe Gebirg. Wir hatten jeder ein Saumroß, undfür das Gepäck ein drittes, nebst Führern, die den Weg durch dieWildniß kannten. Es war uns angst und weh, als wir so hochkamen, daß wegen der harten Kälte kein Baum mehr gedeihenmochte, und Schnee und Eis um »ns lag, welches die Strahlender Sonne seit Anbeginn der Welt noch nicht geschmolzen. Dochbegegneten wir oft einzelnen Reisenden, die aus Italien ins deutsche