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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
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man unglücklicherweise auf beiden Seiten die englischen Fah-nen flattern sah; da die Franzosen mit Oliver ein Bündnißgeschlossen hatten, der ihnen ein HülfScorps zusandte, währenddie Truppen des verbannten Königs für die Spanier kämpf-ten. Sir Henry empfing die traurige Nachricht wie ein alterMann, das ist, mit größerer äußerer Ruhe, als man erwar-tet hatte. Wochen und Monate lang starrte er das Blattan, das der unermüdete Doctor Rvchecliffe ihm zuschickte, dasmit kleinen Buchstaben 6. k. dann aber Louis Kerneguy un-terschrieben war, und worin der Schreiber ihn beschwor, denunschätzbaren Verlust mit um so viel größerer Festigkeit zuertragen, da ihm ja immer noch ein Sohn bliebe (er meintesich damit), der ihn stets als seinen Vater betrachten würde.

Aber ungeachtet dieses Balsams, wirkte der Kummer un-vermerkt, er saugte das Blut gleich einem Vampyre, schiendie Quelle des Lebens auszutrockncn; und ohne völlig trankzu sein, und ohne äußere Beschwerde verlor sich die Kraft undThätigkeit des alten Mannes täglich mehr, und täglich wurdeWildrake's Bedienung unentbehrlicher.

Doch war er nicht immer zu haben. Der Cavalicr wareine von den glücklichen Personen, die eine starke Leibesbe-schaffenheit, ein gedankenloses Gemüth und ein zügelloser Geistin den Stand setzt, durch ihr ganzes Leben die Rolle einesSchulbuben zu spielen, glücklich im Augenblick und sorgen-los für die Zukunft.

Ein- oder zweimal im Jahre, wenn er sich einige Gold-stücke erspart hatte, machte Freund Wildrake einen Ausflugnach London, wo er, wie er sich ausdrückte, umherstreiste, soviel Wein trank, als er bekommen konnte, und bei den lie-derlichen Royalisten, wie er selbst einer war, ein lustiges Le-ben führte, bis irgend ein vorschnelles Wort, oder eine tolle