663
die Erde gewähren könne. Aber Everard's Züge zeigtenfreudige Hoffnung, größer noch als der Vater erwartete, dochvermischt mit Erstaunen; als er nun seine Augen schüchternund zweifelnd zum Ritter emporhob, da schwebte ein Lächelnauf den Zügen des Sir Henry, als er das Stillschweigenbrach.
„Der König," sagte er, „und hätte er auch keinen andernUnterthanen in England, soll doch ganz nach seinem Willenüber die Mitglieder des Hauses Lee verfügen- Aber es scheintmir, als ob die Familie Everard in den letzten Zeiten derKrone nicht so ergeben gewesen wäre, als daß sie einemSchreiben Folge leisten sollte, das ihren Erben einladet, dieTochter eines Bettlers zu heirathen."
»Die Tochter des Sir Henry Lee," sagte Everard, indemer vor seinem Onkel niederkniete, und ihm die Hand küßte,»würde das Haus eines Herzogs zieren."
„Das Mädchen ist ordentlich genug," sagte der Ritterstolz; »was mich betrifft, meine Armuth soll meine Freundeweder beschämen noch belästigen. Durch Doctor Rochecliffe'SGüte besitze ich einige Goldstücke, und Iocoline und ich, wirwerden schon etwas ausersinnen."
„Nein, mein theurer Oheim, Sie sind reicher, als Sieglauben," sagte Everard. „Der Theil Ihrer Besitzungen, denmein Vater durch die Zahlung einer mäßigen Ausgleichungs-summe an sich brachte, gehört immer noch Ihnen zu, undwird von einigen Männern, unter welche auch ich gehöre, inIhrem Namen verwaltet. Sie sind nur unser Schuldner fürdas vorgeschoffene Geld, worüber wir, wenn Sie es zufrie-den sind, wie Wucherer mit Ihnen abrechnen wollen. MeinVater ist unfähig, für sich selbst Nutzen aus dem Kaufe derGüter seiner unglücklichen Freunde ziehen zu wollen. Sie