dem Stachel des jugendlichen Muthes bestimmte endlich sei-nen Entschluß, und er kehrte nach Woodstock zurück, entschlos-sen der Herausforderung Folge zu leisten, cs möchte davonkommen, was da wolle.
Vielleicht trug auch ein geheimer Glaube, daß das Gefechtnicht unglücklich ausfallen würde, zu diesem Entschlüsse bei.Er war in der Blüthe seiner Jugend, im Kampfe geübt, undwie die Probe des Morgens gelehrt hatte, war ihm auchOberst Everard keineswegs überlegen. Wenigstens mochte soetwas seinen königlichen Geist beschäftigen, als er ein wohl-bekanntes Liedchen, das er bei seinem Aufenthalte in Schott-land gelernt hatte, vor sich sang:
,,Ei» Mann kann wohl trinken, nnd sich nicht berauschen,
Ei» Man» kann wohl fechten und fällt doch nicht gleich,
Ein Mann kann wohl küssen ein liebliches MädchenUnd ist doch zui» zweitenmal gerne gesehen."
Unterdessen hatte der geschäftige und alles leitende vr.Rochecliffe der Aleris einen Wink gegeben, daß sie ihm einePrivataudienz gestatten müsse, und sie fand ihn in der soge-nannten Bibliothek, die einst mit alten Büchern angefülltwar, die aber schon vor langer Zeit zu Patronen gebrauchtworden waren, und bei ihrem Untergang mehr Geräusch inder Welt verursachten, als bei ihrem Erscheinen und bei ihremDasein. Der Döctor setzte sich in einen großen, ledernenArmstuhl und bat Alexis, sich einen Stuhl zu nehmen und anseiner Seite niederzulaffen. „Alexis," sagte der alte Mann,indem er zärtlich ihre Hand ergriff, „du bist ein gutes Mäd-chen, ein weises, tugendhaftes Mädchen, eine von denen, diegrößeren Werth haben, als Rubinen — Rubin ist zwar nichtdie rechte Uebcrsetzung, aber erinnere mich daran, daß ich dirdieß ein andermal erkläre — Aleris, du weißt, wer dieser