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sagte der König verdrießlich; »setzen Sie sich, und hören Siemich an — setzen Sie sich doch, was fürchten Sie denn?"
»Ich fürchte nichts, M-lord," antwortete Aleris. «Waskann ich vom Könige von Großbritannien fürchten — ich,die Tochter seines getreuesten Dieners, und unter dem Ob-dache meines Vaters? Aber ich denke an den Abstand zwi-schen uns, und obschon ich mit Meinesgleichen scherzen kann,so muß ich doch in Gegenwart meines Königs in der pflicht-mäßigen Stellung eines Nntertbans erscheinen, außer wennseine Sicherheit es erheischt, öffentlich seiner Würde nicht zuhuldigen."
Obgleich Carl noch jung und kein Neuling bei solchenScenen war, so überraschte ihn doch ein Widerstand, wie erihn bei ähnlichen Gelegenheiten selbst im ungünstigen Fallnoch nie getroffen hatte- In den Manieren und in dem Be-tragen der Alexis sprach sich weder Zorn, noch beleidigterStolz, noch wirkliche oder geheuchelte Verachtung aus. Siestand da, wie es schien, ruhig vorbereitet, einen Gegenstandzu bereden, den man im Allgemeinen nur mit Leidenschaftentscheidet — Sie schien keine Lust zu haben, aus dem Zim-mer zu entfliehen, sondern entschlossen zu sein, die Bewerbun-gen des Liebhabers mit Geduld anzuhören; aber ihre Hal-tung und ihr Betragen verrieth, daß sie diese Gefälligkeitnur aus Achtung vor den Befehlen des Königs erweise.
„Sie ist ehrgeizig," dachte Carl; „wenn ich ihrer Liebezum Ruhm schmeichle, wird es mir besser gelingen, als mitder leidenschaftlichen Sprache. — Ich bitte, setzen Sie sich,meine schöne Alexis," sagte er, „der Liebhaber bittet, — derKönig befiehlt cs Ihnen."
„Der König," sagte Aleris, „kann die ceremoniösen Hul-digungen aufheben, die man seiner Würde schuldig ist; aber