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mir hinterlistiger Weise Lobspruche entreißen, und mich dazubewegen, dem Sophisten Milton Weihrauch zu streuen?"
„Wahrlich," sagte Everard, „das heißt streng gemessen, SirHenrp. Sie drängten in mich — Sie forderten mich auf, sogute Verse wie die des Shakespeare zu finden. Ich dachtenur an das Gedicht, und nicht an die politischen AnfichtenMiltons."
„Ach ja doch, Herr," erwiederte Sir Henry, „wir kennenIhren Scharfsinn wohl, und wissen wie genau Sie unter-scheiden; so konnten Sie den Rechten des Königs den Kriegerklären, ohne die geringste Abficht gegen seine Person zu ha-ben. Ach Gott behüte dafür! Aber Gott wird Sie hörenund richten. — Stelle nur den Trank hin, Phöbe — OberstEverard ist nicht durstig. — Ihr habt Eure Mäuler abge-wischt und gesagt, Ihr hättet nichts Schlimmes gethan. Aberobgleich Ihr die Menschen täuschen könnt, so werdet Ihr dochGott nicht hintergehen."
So plötzlich mit allen Fehlern belastet, welche man seinerganzen religiösen Sectc und politischen Partei vorwarf, fühlteEverard zu spät, welcher Unvorsichtigkeit er sich schuldig ge-macht hatte, daß er den Geschmack seines Oheims an drama-tischer Poesie angegriffen hatte. Er versuchte es sich zu er-klären — Abbitte zu thun-
„Ich habe Ihre Absicht mißverstanden, geehrter Herr, undglaubte, Sie wünschten wirklich etwas von unserer Literaturzu hören, und indem ich Ihnen das wiederholte, was Sienicht für unwürdig hielten angehört zu werden, gestehe ichein, daß ich glaubte, Ihnen eine Gefälligkeit zu erzeigen, undnicht Ihren Unwillen zu erregen."
„Ach ja," versetzte der Ritter mit ungemildertem Rachege-fühl, — „eingestehen — eingestehen, ja das ist der neue Bei-