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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
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sichcrungsausdruck statt der profanen Schwüre der Höflingeund Royalisten. Ach Herr, gestehen Sie weniger ein undüben Sie mehr aus und hiermit guten Tag. Mr.Kerneguy, Sie werden das Getränke in meinem Zimmerfinden.«

Während Phöbe vor Verwunderung über den plötzlichenStreit die Augen aufriß, ward die Heftigkeit und das Rache-gesühl des Obersten Everard durch die Gleichgiltigkeit des jun-gen Schotten nicht wenig vergrößert. Dieser hatte fich mitfeinen Händen in den Seitentaschen (eine höfische Ziererei sei»ner Zeit) in einen der alterthümlichen Stühle geworfen, undobgleich er zu höflich war, laut auf zu lachen, und die Kunstjenes innern Gelächters besaß, wodurch die Weltlente ihremSpotte freien Lauf lassen, ohne Händel anzuregen, oder ge-radezu zu beleidigen, so bemühte er fich doch nicht eben sehres zu verbergen, daß ihn der Erfolg des Besuchs, welchen derOberst zu Woodstock abgestattet hatte, außerordentlich erfreueund unterhalte. Doch hatte die Geduld des Obersten Everardnun ihr Ziel erreicht; denn wenn er schon in politischen An-sichten himmelweit von ihm verschieden war, so bestand dochin der Gemüthsart des Oheims und des Neffen eine ausge-zeichnete Aehnlichkeit.

Hölle und Welt!« rief der Oberst, mit einem Tone aus,der einem Puritaner eben so wenig wie der Fluch selbstziemte.

Amen!« sagte Louis Kerneguy, aber mit einem so sanftenund leisen Tone, daß der Ausruf ihm eher zu entschlüpfen,als mit Absicht gesagt zu sein schien.

Sir!« sagte Everard, indem er fich ihm auf eine Weisenäherte, wie ein Mann, der in seinerWuth nicht ungern einenGegenstand findet, an dem er sie auSlaffen kann.