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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
Entstehung
Seite
325
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bemerkte sie zu ihrem Erstaunen und Erschrecken, daß Jemandbis an das Fenster hcraufgeklettert sei, und in die Stubesehe. Furcht vor übernatürlichen Dingen bewegte Alexis nichtim Geringsten. Sie war zu sehr an Ort und Lage gewöhnt;denn man sieht an den Orten keine Gespenster, welche manvon Jugend auf kennt. Aber in einem unruhigen Lande warGefahr vor Räubern ei» viel größerer Gegenstand der Furcht;und dieser Gedanke verlieb der von Natur hochstrebendenAleris einen so verzweifelnden Muth, daß sie von der Wand,an welcher mehrere Feuerwaffen hingen, eine Pistole weg-nahm, und indem sie ihrem Vater zurief, aufzuwachen, hattesie Gegenwart des Geistes genug, sich dem aufdringlichenGaste entgegen zu stellen. Sie that cs um so eifriger, weilsie in dem Gesichte, das sie zum Theile sah, die Züge derFrau wieder zu erkennen glaubte, welcher sie am Rosamunden-Brunnen begegnet war, und die ihr gleich rauh und verdäch-tig schien. Zugleich ergriff ihr Vater sein Schwert und nahtesich dem Fenster; die Person im Finstern aber, welche dadurchbeunruhigt ward, versuchte es hinabzusteigen, that (wie früherWildrake) einen Fehltritt und fiel mit nicht geringem Lärmenzur Erde. Auch war der Empfang an dem Busen unserergemeinschaftlichen Mutter weder sanft noch sicher; denn siehörten Bevis, welcher mit einem entsetzlichen Gebell und Ge-heul hinzusprang und die Person ergriff, ehe sie sich wiederaufrichten konnte.

Halt ihn fest, aber erwürge ihn nicht," sagte der alteRitter.Alexis, du bist die Königin aller Dirnen! Bleibnur da, bis ich -inablaufc, und den Schurken in Sicherheitbringe."

Um Gotteswillen nein, mein theuerster Vater!" rief Aleris