bin nah' an unserem Hanse und kann Ihre weitere Gesellschaftentbehren. — Sie sind mir unbekannt."
„Daraus folgt aber noch nicht," sagte die Fremde, „daßauch Ihr Schicksal mir unbekannt ist, mein schönes FräuleinAlexis. Sehen Sie meine bräunliche Stirn — England er-zeugt keine solche — und in dem Lande aus dem ich komme,verleiht die Sonne, die unsere Haut schwärzt, Wissenschaftenunserem Geist, die denen in milderen Klimaten versagt sind.Laß mich deine schöne Hand betrachten —" sagte sie, indemsie es versuchte, sich ihrer zu bemächtigen — „und ich ver-spreche dir, du sollst Angenehmes hören."
„Ich höre Unangenehmes," sagte Alexis mit Würde; „Siemüssen Ihre Kunststücke, Ihre Prophezeihungen und Wahr-sagungen bei den Bauernweibern anwcnden.—Wir AdclichenHalten sie für Betrug oder ungesetzmäßige Kcnntniß."
„Doch möchten Sie, wette ich, gerne etwas von einem ge-wissen Obrist wissen, den gewisse, unglückliche Verhältnissevon seiner Familie getrennt haben. Sie würden wohl mehrals Silber darum geben, wenn ich Ihnen mit Bestimmtheitsage, daß Sie ihn in einem oder zwei Tagen, ja vielleichtnoch früher sehen werden."
„Ich weiß nicht wovon Ihr sprecht, gute Frau; wenn Ihrein Almosen wollt, da habt Ihr ein Silberstück — das istAlles was ich in meinem Beutel habe."
„Es wäre ja erbärmlich, wenn ich es annähme," sagtedas Weib; — „doch geben Sie es mir; — denn im Feen-Mährchen muß die Prinzessin durch ihre Freigebigkeit immererst die Güte der wohlthätigen Fee erwerben, ehe sie durchihren Schutz belohnt wird "
„Nehmt es — nehmt es — gebt mir den Krug," sagte