Druckschrift 
19 (1852) Woodstock oder der Ritter
Entstehung
Seite
312
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sie nichts Schlimmeres war- Zwar waren ihre Kleider vonguten Stoffen; aber das weibliche Auge entdeckte auf denersten Blick, daß sie nachlässig geordnet und ungezogen waren.Es sah aus, als gehörten sie der Person, die sie trug, nichteigenthümlich zu, sondern als wäre sie durch irgend einenZufall, wo nicht gar durch einen gelungenen Raub, zu ihremBesitze gekommen. Auch entging es Alexis, so schnell sie siebetrachtet hatte, nicht, daß ihre Größe ungewöhnlich war,ihre Zuge schwärzlich und ungewöhnlich rauh, und ihre Ma-nieren höchst unzuvorkommend. Fast hatte die junge Dame,als sie ihren Krug füllen wollte, gewünscht, dem Jocolin denAuftrag gegeben zu haben, aber nun war es zu spät, und siemußte ihre unangenehmen Gefühle so gut wie möglich zuunterdrücken suchen.

Dich beglücke dieser schöne Tag, welcher doch noch nichtso schön ist wie du," sagte die Fremde mit rauher aber kei-neswegs unfreundlicher Stimme.

Ich danke Ihnen," sagte Alexis; und fuhr fort ihren Krugmit Hülfe eines eisernen Bechers zu füllen, welcher an einemder Steine des Brunnens angekcttet war.

Wenn du meine Hülfe annchmen wolltest, schönes Mäd-chen, so würde dein Geschäft schneller von Statten gehen,"sagte die Fremde.

Ich danke Ihnen," sagte Alexis,wenn ich Hülfe nöthighätte, so hätte ich mir Leute mitbringen können, um mir zuhelfen.«

Daran zweifle ich keineswegs, mein schönes Kind," ant-wortete das Weib;cs gibt ja in Woodstock Bursche genug,die Augen im Kopfe haben ohne Zweifel hättest du einenvon denen, die dich ansehen, mitbringen können, wenn du ge-wollt hättest."