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blieb aber stehen als sie Jemanden daneben sitzen sah. Dochging sie zutrauensvoll, obgleich mit minder freudigem Schrittefort, als sie bemerkte, daß diese Person ein Frauenzimmerwar; — vielleicht eine Magd aus der Stadt, welche einelaunige Gebieterin hingeschickt batte, um das für besondersrein gehaltene Wasser der Quelle zu holen, oder eine alteFrau, welche sich ein Geschäft daraus machte, es den vermö-genderen Familien zu bringen, und es für eine Kleinigkeitzu verkaufen. Es war also kein Grund zur Furcht vorhanden.
Doch jwaren 'die Schrecken der Zeit so groß, daß Alexisselbst eine Fremde von ihrem eigenen Geschlecht nicht ohneFurcht erblicken konnte. Entartete Frauen waren wie ge-wöhnlich dem Lager der beiden Armeen während des Bürger-kriegs gefolgt, und übten auf der einen Seite mit offenerAusschweifung und Entwürdigung, auf der anderen mit demtrügerischen Tone der Schwärmerei und Scheinheiligkeit infast gleichem Grade ihre Talente zum Raub und zum Mord.
" Aber es war Heller Tag — die Entfernung vom Jägerhausenur gering, und obgleich sie ein wenig beunruhigt war, daeine Fremde zu finden, zvo fie tiefe Einsamkeit erwartete,hatte die Tochter des hochmüthigen alten Ritters doch zu vielMuth, als daß sie sich ohne bestimmten entschiedenen Grundhätte fürchten können. Alexis ging also ernst dem Brunne«zu, nahm eine ruhige Miene an als sie die daselbst sitzendeFrau betrachtet hatte, und eilte dann zu dem Geschäfte denKrug zu füllen. Die Frau, deren Gegenwart die Alexis Leeüberraschte und etwas erschreckte, war eine Person niederenRanges, deren rother Rock, mit blauen Blumen gesticktesHalstuch, und ein kleiner Strohhut im besten Falle nichtsHöheres anzeigte, als die Frau eines kleinen Pächters, odervielleicht die Haushälterin eines Amtmanns. Glücklich, wenn