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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
Entstehung
Seite
310
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schienen alle Berichte die Sicherheit ihres Bruders zu be-stätigen.

Diese Gründe zur Fröhlichkeit ungerechnet, genoß AlexisLee das freudige Gefühl, den Wohnort und die Gegenden,worin sie ihre Kindheit verlebt hatte, wieder zu bewohnen, vondenen sie sich nicht ohne Schmerz hätte trennen können, dervielleicht um so viel heftiger war, weil sie ihn um ihres Va-ters Gefühl seines Unglücks nicht zu reizen, unterdrückenmußte. Endlich genoß sie für den Augenblick jenen Schimmerder Selbstzufriedenheit, welcher junge, wackere Leute so oftbelebt, wenn sic, wie man sich auszudrücken pflegt, denen diesie lieben hülfreich sein können, und wenn es nöihig ist, jenekleinen häuslichen Verrichtungen übernehmen können, welchedas Alter mit so vielem Vergnügen von den bereitwilligenHänden der Jugend empfängt. So daß Alexis Lee, als siedurch die Ueberreste und Spuren der schon erwähnten Wild-niß eilte, und von da ungefähr einen Bogenschuß weit in denPark, um einen Schlauch Wasser vom Rosamundenquell zuholen, für einen Augenblick die fröhliche glänzende Lebhaftig-keit des Ausdrucks wieder erlangte, welche ihre Schönheit inihren früheren glücklicheren Tagen belebte.

Diese Quelle alten Andenkens war einst mit architektoni-schen Zierden, die sich besonders auf alte Mythologie bezogen,verschönert- Doch lag jetzt alles wüste und herabgestoßen,und bestand nur als eine mit Moos bedeckte Ruine, währendder lebendige Quell fortfuhr, täglich seine reichen Schätze zuspenden, obgleich die Quantität nur gering war, da er zwi-schen Steinen hervorsprudelte, und über Ucberbleibsel alterBildhauerei einherrieselte.

Leichten Schrittes und mit lächelnden Zögen näherte sichdas junge Fräulein von Lee der sonst so einsamen Quelle,