deinem seitherigen Betragen nach, lieber in den tiefsten Ab-grund der Erde begraben, als deiner Obhut anvertrauenwurde. Das erregte, wie der ehrliche Will sagt, „den ra-schen Muth, den meine Mutter mir verlieh." Ich hielt michfür beraubt und glaubte den Räuber vor mir zu sehen. Ichhabe mich getäuscht, — ich bin nicht beraubt, und ich kannwohl den Versuch verzeihen, weil die That nicht erfolgte."
„Ich möchte nicht gern etwas Beleidigendes in IhrenWorten finden," sagte Oberst Everard, „wenn der Inhalt imAllgemeinen freundschaftlich klingt, aber ich kann vor Gottbeschwören, daß meine Abfichten und meine Wünsche für Sieund Ihre Familie eben so entfernt von egoistischen End-zwecken, wie sie mit Liebe gegen Sie und die Ihrigen er-füllet find."
„Laß hören, Freund; .wir sind heutigen Tages nicht sehran gute Wünsche gewöhnt, und ihre Seltenheit schon wird sieuns willkommen machen "
„Ich möchte gerne, Sir Henry (da Sie mir keinen liebe-volleren Namen geben wollen), diese Wünsche in Thaten ver-wandeln können. Ihr Schicksal ist einmal schlimm, und ichfürchte, cs könnte noch schlimmer werden."
„Schlimmer, als ich es erwarte, kann es nie werden.Neffe, ich schaudere vor dem Wechsel meines Glückes nicht zu-rück. Ich werde gröbere Kleider tragen, werde mich vongewöhnlicherer Kost nähren — man wird seinen Hut nichtmehr vor mir abziehen, wie man es that, als ich groß undmächtig war. Aber was thut das? Der alte Henry Lee zogseine Ehre seinem Titel, und seinen Glauben seinem Landeund seiner Herrschaft vor. Habe ich nicht den Dreißigsten imJanuar erlebt? Ich bin weder ein Zeichendeuter, noch einAstrolog; aber der alte Will lehrt mich, daß, wenn die grü-