Hochachtung kann ich cs nicht dulden, daß man mich so behan-delt. Vertraue auf mich, reiche deinem Vetter Markbam dieHand, und glaube, daß er entweder sterben, oder dich auf eineehrenvolle Weise in Sicherheit bringen wird."
Als er dieses sprach, strengte er seine Augen so viel wiemöglich an, um zu entdecken, wo die Redende stand, und esschien ihm, daß er ungefähr drei Ellen von sich eine schatten-ähnliche Gestalt gewahre, deren Umrisse er aber nicht einmalunterscheiden konnte, weil sie sich innerhalb des dunkeln, lan-gen Schattens befand, welchen ein Zwischenraum der Mauerzwischen den beiden Fenstern warf. Indem er so gut wie mög-lich die Entfernung zwischen sich und dem Gegenstand, den erbemerkte, berechnete, dachte er, daß wenn er selbst durch einenkleinen Zwang seine geliebte AleriS von der Verschwörung los-reißen könne, in welche sie ihres Vaters Eifer für die Sachedes Königthums verwickelt habe, so würde er damit beideneinen wichtigen Gefallen thun. Er mußte nothwcndigcrweiseden Schluß ziehen, daß, wie glücklich auch das Complott ge-gen den furchtsamen Bletson, den dummen Desborough undden verrückten Harrison gelungen sei, ihre Kunststücke am Endedoch ohne Zweifel diejenigen in Beschämung und Gefahr brin-gen könne, welche darein verwickelt waren.
Dabei muß man bedenken, daß Everard, obgleich er seineBase mit Achtung und Ergebenheit lieble, er sie doch eher wieein Bruder seine jüngere Schwester behandelte. Denn da siein der innigsten Vertraulichkeit auferzogen worden waren, soschwankte er keinen Augenblick, selbst auf die Gefahr hin, sieim Augenblick zu beleidigen, seine Verwandte aus dem ge-fährlichen Complotte zu reißen, in das er sic verwickelt glaubte,sowie er sie aus einem Strom gezogen hätte, ohne zu fürch-ten, ihr durch sein Ergreifen wehe zu thun.