Druckschrift 
19 (1852) Woodstock oder der Ritter
Entstehung
Seite
171
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Bürgermeister,weder von Thran noch von Olivenöl, wedervon Wachs noch von Talg. Ich handelte mit diesen Artikeln,ehe ich meine gegenwärtige Laufbahn betrat, und ich konntedas Licht, das sie werfen, auf eine viel größere Ferne alsjener Thurm, von einander unterscheiden. Sehen Sie, dasist keine irdische Flamme. Sehen Sie nicht etwas Blaues undRöthliches am Rand? Das zeigt gcnüglich, woher die Flammekommt. Herr Oberst, meiner Meinung nach gingen wir ambesten zurück in die Stadt, äßen fein zu Nacht und überließenes dem Teufel und den Rothröcken, mit einander fertig zuwerden, und wenn wir morgen früh wieder kommen, wollenwir mit der Partei, welche das Feld behauptet, handgemeinwerden."

Thun Sie, was Ihnen beliebt, Herr Bürgermeister," sagteEverard,aber meine Pflicht erfordert es, heute Nacht nochdie Commifsäre zu sehen."

Und meine erfordert cs, den bösen Feind zu sehen, wenner wagen sollte, mir sichtbar zu erscheinen," sagte Mr. Hol-denough.Ich wundere mich keineswegs, daß er, wohl wissend,wer sich naht, sich in seine äußerste Citadelle und in die ver-borgenste und äußerste Schanze dieses alten Gespensterbaucszurückzicht. Er ist lecker, auf mein Wort, und muß seineWohnung aufschlagen, wo Ueberreste von Luxus und Morddie Mauern seines Zimmers umgeben. In jenem Thurmesündigte Rosamundc, und in jenem Thurme litt sie auch. Dortsitzt sie, oder noch wahrscheinlicher der Erzfeind in ihrer Ge-stalt, wie ich es von glaubwürdigen Männern von Woodstockhabe erzählen hören. Ich gehe mit Ihnen, mein guterOberster, der Herr Bürgermeister kann thun, was ihm gefällt.Der Starke hat sich in seinem Wohnhause verschanzt, abergebt Acht, es kommt noch ein Stärkerer als er."