Sie waren im Gespräche ein wenig zurückgegangen, alsder Oberst, welcher bemerkte, daß er auf diese Weise zu keinerbefriedigenden Erklärung über die wahre Ursache der Beun-ruhigung in der verflossenen Nacht gelangen konnte, sich um-wandte und bemerkte, es seie nun Zeit, in das Jägerhauszurückzukehren, worauf er mit seinen drei Gefährten den Wegdahin einschtug.
Es war nun dunkel geworden und hoch erhoben sich dieThürme von Woodstock über den schattigen Schleier, den derWald um das alte, ehrwürdige Gebäude zog. Von einemder höchsten Thürme, den man noch immer unterscheiden konnte,weil er sich hoch erhob gegen den klaren blauen Himmel, schim-merte ein Licht, wie das von einer Kerze, innerhalb des Ge-bäudes. Der Bürgermeister blieb erschrocken stehen, ergrifferst den Geistlichen und dann den Oberst Everard ängstlichbeim Rock, und rief mit zitternder, heftiger, aber unterdrück-ter Stimme aus: „Sehen Sie dort jenes Licht?"
„Ja freilich sehe ich es," sagte Oberst Everard, „aber wasthut denn das? In einem so alten Gebäude wie Woodstockist doch, meine ich, ein Licht in einer Dachstube kein Gegen-stand der Verwunderung."
„Aber ein Licht im Rosamundenthurm ist cs doch," sagteder Maire.
„Wahrlich," sagte der Oberst etwas erstaunt, als er beisorgfältiger Untersuchung fand, daß der würdige Bürgermeisterdie Wahrheit gesprochen hatte. „Das ist freilich der Rosa-mundenthurm, und da die Zugbrücke, durch welche er zugäng-lich war, schon seit Jahrhunderten zerstört ist, so kann ich mirkaum denken, durch welchen Zufall eine Lampe in einem sounzugänglichen Platze angczündet worden sein sollte."
„Das Licht brennt von keiner irdischen Flamme," sagte der