„In welchem Zustand waren sie denn?" frug der Oberst.
„Je nun, würdiger Herr, ein Jeder konnte mit halbenAugen sehen, daß sie in einem Gefechte verwickelt gewesenwaren, wo sie den Sieg nicht davon trugen. General Harrisonging im Zimmer auf und ab, das gezogene Schwert in derHand und schwatzte mit sich selbst; seine Weste war nicht zu-geknöpft, das Halstuch nicht gebunden und die Strumpfbänderhcrabhängend, so daß er jeden Augenblick nahe daran war,umzufallen, wenn er darauf trat; dabei machte er Bewegun-gen und verzerrte sein Gesicht wie ein verrückter Schauspieler.DeSborough saß in einem Winkel mit einer trockenen Wein-flasche vor sich, die er eben geleert hatte, und deren Inhaltihm doch nicht so viel Muth eingcflößt hatte, daß er cs ge-wagt hätte, zu sprechen, oder sich auch nur umzudrehen. Erhielt eine Bibel in der Hand, als wolle er den bösen Feinddamit bekämpfen; aber ich blickte über seine Schultern, undach, der gute Herr hielt das Buch verkehrt. Es kam mirvor, als wie wenn einer von Ihren Musketieren, mein edlerund hochgeehrter Herr, dem Feinde den Kolben statt des Bajo-nets verhalten wollte. — Ha ha ha! da konnte man recht dieSchismatiker beurtheilen, sowohl was den Kopf als was dasHerz, was die Geschicklichkeit und was den Mut- betrifft. —Ach, Oberst! da konnte man den wahren Charakter und denVorzug eines berufenen Seelenhirten über jene unglücklichenMenschen sehen, welche sich ohne gehörige und gesetzmäßigeBefugniß in die Hütten cindringen und predigen, sprechen,lehren und ermahnen wollen, und gotteslästerlicher Weise dieLehren der Kirche ungesalzene Suppe und trockene Bissennennen."
»Ich zweifle gar nicht daran, daß Sie, verchrungswürdigerHerr, der Gefahr bereitwillig entgegen gingen; aber ich möchte