erst das Zurufen der Schildwache und ihr kräftiges Ausstößendes Flintenkolbens auf den Boden, aus seinen Träumen weckteund wieder zu sich brachte.
„Wer seid Ihr und zu wem wollt Ihr?"
„Ich bin mit einem Briefe an den sehr ehrenwerthen LordGeneral beauftragt," antwortete Wildrake.
„So wartet, bis ich den Offizier der Wache rufe."
Der Offizier, der sich von seinen Untergebenen durch einegrößere Menge Band um den Hals, durch die doppelte Höbeseines kolossalen Hutes, durch einen weiteren Mantel unddurch ein noch viel finstereres Ansehen auszeichnete, erschien.Man konnte es in seinen Zügen lesen, daß er zu jenen furcht-baren Schwärmern gehörte, denen Oliver seine Siege ver-dankte, und an deren Eifer die Tapferkeit der Royalisten zurVertheidigung der Person und der Krone ihres Herrschersscheiterte. Mit feierlichem Ernste sah er den Wildrake vonKopf bis zu Fuß an, und verlangte endlich sein Anliegen zuwissen.
Wildrake versetzte mit so viel Festigkeit, als er konnte:„ich habe ein Anliegen an Ihren General."
„An Se. Ercellenz, den Lord General, willst du wahr-scheinlich sagen," erwiederte der Korporal. „Freund, deineSprache zeigt wenig Ehrerbietung vor Sr. Excellenz."
„Der Teufel hole Se. Ercellenz," dachte er bei sich; aberer war so klug, es fein für sich zu behalten. Seine Antwortwar eine stille Verbeugung.
„Folge mir," sagte die steife Gestalt, die ihn angeredethatte, und die ihn nun in die Schloßwache führte. Dortfand er ein charkteristisches Bild jener Zeit, das von demder militärischen Aufenthaltsörter in unserer Zeit sehr ver-schieden war. Einige Musketiere saßen beim Feuer und hör-