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Ranges und Standes vor sich; und er würde ohne Weiteresmorgen um acht Uhr Audienz bei ihm erhalten, wenn er sicham Schloßthor einfindc, und sich als Ueberbringer von Depe-schen an Se. Ercellenz melden ließe.
Zur bestimmten Stunde begab sich der verkleidete Royalistin das Schloß. Die Soldaten, welche in rothen Röcken undmit finsteren Mienen, das Gewehr auf der Schulter, amäußeren Thore des ehrwürdigen Gebäudes Wache hielten, lie-ßen ihn ohne Umstände durch. Wildrake ging über den Hofund warf einen Blick auf die schöne Kapelle, welche erst vorKurzem den ungeehrtcn Leichnam des Hingerichteten Königsvon England in der finsteren Stille ihrer Grabgewölbe aus-genommen hatte. Die Rückerinnerung an diesen ergreifendenGegenstand hätte Wildrake fast bewogen, lieber schauderndzurückzukehren, als dem finsteren kühnen Manne unter die Au-gen zu treten, dem man vor allen anderen die Schuld andem traurigen Ausgang dieser Sache zuschrieb. Aber da ervon der Nothwcndigkeit überzeugt war, die Aufwallungenseines Gemüthes zu unterdrücken, so eilte er, das Geschäftzu verrichten, das ihm sein Freund, gegen den er sich so ver-pflichtet fühlte, aufgetragen hatte- In der Nähe des rundenThurms blickte er nach der Stelle, wo das Banner Englandsgeflattert hatte. Es war verschwunden, mit seinen schönenMalereien, seinem glänzenden Wappen und seinen herrlichenStickereien; aber an seiner Stelle erhob sich die Fahne derRepublik, das Kreuz des St. Georg in blauer und rotherFarbe, die aber noch nicht von dem schottländischen Kreuzediagonal durchschnitten ward, welches England bald darauf,zum Zeichen seines Sieges über seinen alten Feind, in seinWappen aufnahm. Diese Veränderung versenkte ihn gegenseine Gewohnheit so sehr in trübe Betrachtungen, daß ihn