Druckschrift 
19 (1852) Woodstock oder der Ritter
Entstehung
Seite
73
Einzelbild herunterladen
 

73

zu gehen," sagte er,mein hochgeehrter Fremder, den ichwahrscheinlich als meinen Nachfolger in meiner Stelle ver-ehren muß, so stelle ich dir hier ein bescheidenes Fräulein vor,die dich sehr gern begleiten, und dein Schildknappe sein wird. Blos um ihrer Mutter willen laß einige kleine Heirathö-ceremonien vvrhergehen. In diesen glücklichen Tagenbraucht Ihr weder Erlaubniß noch Priester, sondern könnt wieBettler in einem Grabe zusammen gekoppelt werden, mit ei-ner Hecke zur Kirche und einem Kesselflicker zum Priester. Ichbitte Sie um Verzeihung, wenn ich eine so einfache Bittewage vielleicht seid Ihr ein großer Geist, oder von über-verliebtcr Natur, oder haltet die HeirathSceremonien für un-nöthig, wie Knipperdolling und Jacob von Leyden."

Um's Himmelswillen, enthalten Sie sich solcher furchtba-ren Scherze/mein Vater, und du, Markham, verlasse uns inGottes Namen und überlasse uns unserem Schicksale. DeineGegenwart macht meinen Vater wahnsinnig."

Scherzen!" sagte Sir Hcnrp,ich war nie ernster. Wahn-sinnig! ich war nie ruhiger. Ich konnte es mir nie ein-fallen lassen, daß sich die Falschheit auch meinem Hause nä-hern könnte ich möchte eine entehrte Tochter eben so wenigan meiner Seite dulden, wie ein entehrtes Schwert; unddieser unglückliche Tag hat gezeigt, daß beides sein kann."

Sir Henry," sagte der junge Everard,belasten Sie IhreSeele nicht mit einem Verbrechen, wie Sie es thun, wennSie Ihre Tochter auf diese Weise behandeln- Es ist schonlange, daß Sie mir Ihre Tochter verweigerten, als wir armund Sie mächtig waren. Ich willigte in Ihr Gebot ein, alleBewerbungen und Unterhandlungen zu vermeiden. Gott weiß,was ich dadurch litt, aber ich willigte ein. Auch komme ichnicht hieher, um meine Anträge zu erneuern, aber ich gestehe