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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
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den geraubten Reichthum, mit dem er seine Laster zu vergol-den denkt. Aber du glaubst vielleicht, ich sollte schweigen,weil ich arm bin, damit man mir nicht sage: «Herr, sprecht,wenn es an Euch kommt." Wisse aber, daß, so arm undberaubt ich auch bin, ich mich doch selbst durch diese Rede ent-ehrt glaube, die ich mit der anmaßenden Rebellenbrut wechsle. Wenn du willst, kannst du in das Jägerhaus gehenda liegt der Weg vor dir glaube aber nicht, daß ich, ummeine Wohnung oder um alle Habe, welche ich in den Zeitenmeines Reichthums besaß, wieder zu erlangen, dich von freienStücken auch nur drei Schritte weit begleiten werde. Wennich dich begleiten muß, so soll cs nur dann geschehen, wenndeine Rothröcke mir die Hände auf den Rücken und die Füßean den Sattel meines Pferdes gebunden haben. Dann magstdu mein Reisegefährte sein, wenn du willst, aber, beim Him-mel, nicht früher."

Alexis, die während dieser Unterredung schrecklich litt, undwohl wußte, daß jede weitere Widerrede den Zorn des Rit-ters nur noch mehr erregen würde, wagte es endlich, in ihrerAngst ihrem Vetter mit einem Zeichen anzudeuten, daß erdie Unterredung abbrechen und sich entfernen sollte, da ihrVater seine Abwesenheit so unbeschränkt gefordert hatte: Un-glücklicherweise aber ward sie von ihrem Vater beobachtet,welcher darin das Zeichen eines geheimen Einverständnisseszwischen den beiden jungen Leuten zu sehen glaubte. Daswar Oel in das Feuer seines Zornes und er mußte seineSelbstbeherrschung bis auf den höchsten Grad treiben, umseine Würde nicht zu vergessen und seine innere Wuth unterder beißenden ironischen Art zu verbergen, die er beim An-fang dieser ärgerlichen Unterredung angenommen hatte.

«Wenn du dich fürchtest, den Waldweg bei Nacht allein