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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
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Wenn diese GemüthSstimmung anstatt im Geheimen dazu zudienen, nur um so viel besser seine Leidenschaften zu befrie-digen, sich mit einem uneigennützigen Charakter paarte, sowar sie wohl im Stande, große und tapfere Männer zu bil-den. So waren auch freilich viele dieser Leute Heuchler,welche nur den Mantel der Religion zum Deckmantel ihresEhrgeizes gebrauchten; aber viele besaßen wirklich die andächtigeGemüthsstimmung, die strenge republikanische Tugend, welchedie andern blos heuchelten- Aber wie immer schwebte diegrößere Anzahl zwischen beiden Extremen, fühlte bis auf ei-nen gewissen Punkt die Macht der Religion, und indem siesich in den Geist der Zeit fügten, diente ihnen dennoch eingroßer Theil dieses Gefühls zum blosen Schaugepränge.

Der Mann also, dessen Gesicht und Gang seine Ansprüchean Heiligkeit verriethen, und der zu der oben erzählten Unord-nung Anlaß gegeben hatte, erreichte endlich das Ende derHauptstraße, wo diese an den Park von Woodstock qränzt.Ein gordisches Portal bezeichnte den Eingang. Es war vongemischter Bauart, da es zu verschiedenen Zeiten je nach demStyl der jedesmaligen Architcctur Veränderungen erlitten hatte;im Allgemeinen aber machte es einen großen imposanten Ein-druck. Ein ungeheures eisernes Gitterthor mit allerlei Ver-zierungen und oben mit den verhängnißvollen Namenszügenti. ll. geschmückt, war theils von Rost, theils von gewaltsa-men Angriffen, seinem' Verfallen nahe. Der Fremde bliebstehen, als schwanke er, ob er den Eingang erbitten, oder selbstversuchen sollte. Durch das Gitter blickend, sah er eine mitmajestätischen Eichen besetzte Ausfahrt, welche mit kühnen Krüm-mungen in einen großen alten Forst zu führen schien. AusVersehen war das Psörtchen an dem großen eisernen Thoreoffen geblieben, was den Soldaten zu der Versuchung reizte,

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