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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
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konnte man sich nicht verlassen. Auch war den Gerüchten,welche durch die Hoffnungen und Besorgnisse so vieler Par-teien übertrieben wurden, durchaus nicht zu trauen. Dasaber, was das Städtlein Woodstock betraf, wurde allgemeinund gleichförmig erzählt. Man hatte schon seit längerer Zeiterfahren, daß das Parlament den unglückseligen Beschluß ge-faßt habe, den Park von Woodstock zu verkaufen, das Forst-haus zu zerstören, die Mauern niederzureißen und soviel wiemöglich alle Spuren seines alten Rufs zu vertilgen. VieleBürger mußten darunter leiden; denn mehrere genossen ent-weder aus Nachsicht oder aus einem Privilegium das Rechtder Viehweide, des Holzfällens u. dergl. mehr in dem könig-lichen Jagdreviere, aber alle Einwohner des kleinen Fleckensdachten mit Schmerz daran, daß die Zierde des Ortes zer-stört, und das Städtlein seinen alten wohlgegründeten Ruhmverlieren sollte. Dieses ist ein patriotisches Gefühl, das manoft an solchen Orten findet, die sich durch alten Ruhm undlanggehegte theure Erinnerungen früherer Zeiten von denneueren Städten unterscheiden. Die Einwohner Woodstockshatten bisher vor dem erwarteten Unglück gezittert. Aberals es ihnen jetzt durch den Mund eines militärischen Predi-gers, jener finsteren, strengen und zugleich alles vermögendenSoldaten angekündigt ward jetzt betrachteten fie ihr Schick-sal als unvermeidlich. Sie vergaßen für einen Augenblickihre häuslichen Zwistigkeiten, als sich die Versammlung ohneLobgesang und ohne Segen auflöste, und jeder seines Wegesnach Hause ging.

Woodstock. I.

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