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Der Freiherr drehte sich mit halbem Leibe gegen ihn, und überdie Achsel verächtlich blickend, erwiederte er: „Wenn schon Ihrmich gefangen und gebunden habet, sollet Ihr eingedenk bleiben,daß Ihr mich geziemender zu fragen habet."
— Freiherr, sollt' ich geziemender reden, würde die frommedeutsche Sprache noch neue, unerhörte Worte für Eure unerhörteBosheit empfangen müssen.
„Ritter Gangolf Trüllercy, ich hielt Euch von jeher für einentrotzigen Knabe», aber für nicht so schlecht, daß Ihr einen Ge-fangenen mißhandelt, der, hätt' er freie Hand und freies Schwert,Euch bald anders krähen machen würde."
— Gemeiner Prahler, Ihr am besten wisset, ob ich Euch jegefürchtet habe! Ihr am besten, wie Ihr wehrlose Männer, dieEuch gastfreundlich empfingen, wie Ihr Räth' und Bürger derguten Stadt Brugg mißhandelt habt. Oder thatet Jhr'S nicht?
„Euch Hab' ich nicht Rechenschaft abzulegen, was ich über einedurch Kriegslist überrumpelte Stadt verfügte. Was steigt Euchzu Sinnen?"
— Ich hoffe zu Gott, Freiherr Thomas von Falkenstein, Ihrsollet bald, wenn nicht mir, einem höher» Richter Rechenschaftgeben. Eure Mordbrennerei stinket bis über die Wolke».
„Der Brand von Brugg ist nicht meine Schuld und geschahwider mein Wissen und Wollen. Ihr aber, Ihr habt das Feuerin meine Burg Gösge» gelegt und zwo Freiherrinnen von Falken-stein, wie gemeine Weiber, zur Gefangenschaft sortgeschleppt."
— Nach ehrlichem Kriegsrecht, hoff' ich.
„Was Euch Recht ist, soll mir nicht Unrecht sein, hoff' ich."
— Warum schlichet Ihr in dieser Verkleidung durchs Thorvon Aara»?
„Ihr seid nicht mein Richter, sondern mein Feind."