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5 (1851)
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nicht zu spät sei. Indem trat aber ein Mann zu uns, den wirim Dunkeln nicht erkannten, und sprach die Aegyptcrin an. Die-selbe antwortete jedoch keineswegs, sondern zupfte uns erschrockenund heftig, als sollten wir eilen. Sie selber lief schneller fort.Wir ahmten ihrem Beispiel nach und sahen sie in der Stadt,uns noch einmal winkend, inner dem Gemäuer des Freihofes per-schwinden. OdemloS erreichten auch wir dies Haus. Der Fremdefolgte uns auf den Fersen. Anfangs bedrohte mich allein seineGewalt. Er aber schien die Acgypterin zu erkennen, und zu hassen.Denn, ohne der Männer Beistand drunten, würd' er das Weibumgebracht haben."

Schärfer horchend, um keine Silbe zu überhören, »nd schnellerrühmend, hatte sich funkelnden Auges Gangolf, während der letz-ten Reden der schönen Bcgutte, am Tische aufgerichtet.Das isteiner von des Falkensteincrs ausgesandten Spür- und Mordhunden! "schrie er:Herauf mit ihm! Er muß das blutige Schelmenwerkbeichten, zu dem er gedungen worden ist, oder wir lassen ihm dasGeständniß, in der Marterkammer unterm Thurmdach, aus derSeele haspeln."

Gemach, gemach! Der Kerl, wer er auch sei, wird unsnicht entkommen! sagte GangolfS Vater.

Es ist einer von Thomanns Bande! Wahrscheinlich der Raub-mörder einer, die das Heiligthum in der Hard zerstört haben,"rief der Junker mit voriger Ungeduld.

Zuerst wollen wirdie treue Zigeunerin vor uns rufen. Langen-hardt, führe das ägyptische Weib herbei! sagte der greise Trül-lerey mit Nachdruck und Würde, und fuhr, sobald sich der Hof-meister hinwegbegeben hatte, fort zu reden: Gangolf, dies Weibhat meinem frommen Freunde die Tochter wiedergegcben und vcr-muthlich noch mehr gethan, was meine ganze Erkenntlichkeit auf-sordert. Ich denke, es sei die alte Jlsel. Gangolf, zwar sagt