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5 (1851)
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legencn Berghofe, außer dann und wann ein Bettler, oder um-hcrstreichendcr Wahrsager oder Zigeuner, non denen wir aber nichtsvernahmen. Mein Herz jedoch verzagte nicht und büßte nie denGlauben an das göttliche Walten der Vorsicht ein."

Und Ihr vergaßet dabei mich, Euer» und Eures Vaterstreuen Freund, sagte Gangolf, indem er der Erzählerin eine» Blickdes zärtlichsten Vorwnrfs zusandtc: Ihr vergaßet mich, und hattetkeinen Eurer Boten für den Freihof von Aarau?

Veronika erröthete und ward stumm.

Du hast die alte Wahrsagerin zu nennen vergessen!" flüsterteihr Gritli leise ins Ohr, um nach ihrer Meinung dem Gedächt-niß der Erzählerin zu helfen.

Eben wollt' ich ihrer erwähnen!" sagte Veronika, die nocheine kleine Verwirrung in sich zu besiegen hatte:Gritli'S Mutternämlich erfuhr durch eine Wahrsagerin aus Aegyptenland, daßEuch, lieber Vater, der grausame Freiherr von Falkensteiu ge-fänglich im Schlosse GöSgen halte; daß er auch mir nachftelle undgeschworen habe, mich an sich zu bringen, und müßt' er alle Löcherund Höhlen des Gebirges aussucheu. Also hielten sie mich geheimin der Berghütte, bis die Zigeunerin am heutigen Morgen inder ersten Tagcsdämmcrung wieder erschien. Sie sagte zu unsermgroßen Schrecken, Falkenstein schleiche seit Tagen, als Viehhänd-ler, durch die Berge in der Nähe umher; ich müsse von dannen,und mit ihr zum Freihof von Aarau, wo Ihr, lieber Vater, schonwochenlang bei Herrn Trüllcrey lebet. Alle warnten mich. Aberich ging, Euch zu suchen, sobald es Abend wurde. Die Zigeunerinwandcrte voran, des Weges und der Sicherheit willen, Gritlibegleitete mich in treuer Liebe; Gritli'S Brüder folgten uns be-waffnet in einiger Ferne, bis wsir hinab zum Dorfe Küttigen ge-langten. Aus der finster» Aarbrücke kam die Zigeunerin gegenuns fröhlich und meldete, daß das Stadtthor noch offen und es