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mal, und ohne Trost. Dan» ging ich, die Magd im Wald wiederzu finden. Sie war jedoch verschwunden. Nun blieb ich einigeZeit liegen. Dann irrt' ich durch Wald und Gcbirg, bei finstererNacht, bis nach einigen Stunden ein einzelnes BanerichauS vormir sichtbar im Gebüsch ward. Es liegt hoch in den Bergen.Meine Kraft war gewichen. Ich legte mich auf die hölzerne Bankvor der Hüttcnthür. Da fanden die Leute mich am Morgen schlafend.Man nahm mich ins Haus. Ich erzählte mein Unglück. Die Eigen-thümcrin des Hofes, eine Wittwe, und Mutter von sieben Kin-dern, trug großes Erbarmen mit mir. Ich war ihr achtes Kind,und das gute Gritli meine liebe Schwester.
„Heda!" rief Herr Nüdigcr der weinenden Bäuerin z», „trittherzu, mein Kind. Du bist keine Fremde in diesem Hause. Seiwillkommen! setze dich zu »ns und labe dich an meinem Tisch."
Gritli, ihre Augen mit dem Zipfel der grünen Sonntagsschürzetrocknend, blieb an der Thür blöde stehen, bis Gangolf, dann auchVeronika, schmeichelnd zu ihr traten und sic mit sanfter Gewaltzum Tisch zogen. Jscnhofer trug von den schweren, altfränkischenStühlen herbei. Alle nahmen ihre Plätze ein; Veronika nebenGritli und ihrem Vater. Man füllte den Jungfrauen neu her-bcigebrachte Becher und legte ihnen vom Leckerste» vor. Aber sicberührten die Speisen nicht, und »ach vielem Bitten netzten sieihre Lippen mit dem Weine.
Nach einer ziemlich langen Unterbrechung von Vervnika's Er-zählung, wobei auch Gangolf bewies, daß er vom Entzücken überdie Madonna in Landestracht keineswegs die Sprache ganz ver-loren habe, setzte die Begutto auf Verlangen ihres Vaters denBericht ihrer einfache» Abenteuer fort.
„Gritli'S erwachsene Brüder," sagte sic, „durchzogen die Hardund die umliegenden Dörfer mehrmals, ohne Nachricht von Euch,lieber Vater, znrückznbringen. Auch kam Niemand zu dem abge-