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dies ist meine Tochter, Sie ist mir wicdcrgeborcn, Wirer welcheder Hollendrache eitle Anschläge gemacht."
Veronika neigte sich, des Ritters Hand zu küssen, Er aberdrückte seine Lippen segnend ans ihre Helle Stirn nnd pries denVater glücklich, wie sich selbst, daß sie in seinem Hause dem Greisewiedergegeben worden sei. Der Lollhard aber stellte ihr nun denehrwürdigen Rüdiger, als den allgelicbtcn Freund ans Ingend-tagcn vor; dann auch den freundlichen Sänger ans Waldshut,Als sie sich »ach diesem aber grüßend gegen Gangolf neigen wollte,floß ein röthlicher Lichtglanz über ihr Antlitz, und die Augen, diesich himmelwärts heben wollten, kehrte» blöde zur Erde, da sicaus ihrer zitternden Hand das Brennen seiner Lippen empfand,
Während dieses frohen und anhaltenden Durcheinanders oongegenseitigen Erklärungen, Glückwünschen, Frcudenbezcngungcn nndFragen, stand der Haushofmeister in strenger Ehrerbietung, ohneeine Gcberde zu ändern, aus einer Seite der Thür, ans der anderndie Begleiterin Veronika'S, eine junge Bäuerin, bitterlich weinendans Furcht oder Rührung, Man hatte des armen Mädchens ganzvergessen, bis Herr Rüdiger dasselbe wieder gewahr ward,
„Und wer ist denn dort Eure Begleiterin?" fragte er die Toch-ter seines beglückten Freundes,
— Gnädiger Herr, nahm Veronika das Wort, es ist das Kindmeiner Retterin, meiner Pflegerin, der ich ewigen Dank schuldigbin. In der Nacht, da wir auf der Hard von den Bösewichtenüberfallen wurden, nnd ich meinen Vater verlor, irrt' ich mit un-serer Magd, die mich aus der Hütte gerissen hatte, lang' im Wald,Sie schleppte mich in der Angst fort; ich wußte nicht wohin? So-bald ich aber den ersten Schreck in mir überwunden hatte, kehrt'ich zur Hütte meines Vaters zurück, um sein Schicksal mit ihmzu tragen. Die treue Magd wehrte vergebens. Ich fand unserHans verödet, Ich suchte, und rief Euch, lieber Vater, tausend-