innigen, wie Eisgang im Strom die langen Brückenjoche stürzt.Graf Dammariin zog, von dem unglaublichen Stoß geworfen, aufMuttenz zurück; ihm aber auf den Fersen folgten die Zwölfhuu-dert. Dort, in der Weite des Feldes, standen wohlgeordnet zehn-tausend Armagnaken zu Fuß und Roß, an die sich Daminartin mitden Seinen schloß. Doch fröhlich und unverzagt drang Speer,Schwert und Kolben der Schweizer in die dichte Menge. Dieeine Hälfte des Feindes schon durch Flucht, die andere durch An-blick derselben geschreckt, focht eine gute Weile, doch ohne Zuver-sicht. Es ward den Armagnaken viel Volks erschlagen, viel derschönen Panner, viel Roß und Troß und köstlich Gut entrissen;zuletzt der Sieg. Der Strom ihrer Flucht zog gen Basel, überdie Birs, und festes Schrittes die Schaar der Zwölfhundcrt nach.Nun erst unaufhaltsam, nun erst des Kampfes recht brünstig,liefen die Sieger, vom Birsrain durchs Wasser, gegeu des Dau-phins Gewalthaufen. Das war Tolimanuswcrk, das Raserei! DerDauphin mit vierzigtausend Mann gerührten Fußvolks, in vierHausen getheilt, erwartete sie jenseits.
„Halt!" rief Gangolfdazwischen: „War'S doch nicht der Haupt-leutc Schuld. Auf dem Birsrain mahnten sie das Volk ab, keinenSchritt weiter zu thun. Es war allen bei Ehr' und Eid verboten,über die BirS zu gehen. Bei Pratteln schon hatten die Führerverboten, sich ernstlich ciuzulasseu. Aber die Mannschaft war er-taubet, sah nur den Feinv, rannte ohne Ordnung in die Birs underkletterte das steile Ufer jenseits im Angesicht,der ganzen Hecr-macht des Dauphins. Die Hauptleute mußten, gern oder ungern,nachlaufen. So hat's mir ganz Basel erzählt."
— Drum War'S ToklmannSwerk, und die Schlacht, als wahr-hafter Narrcnstreich, wider alle Mannszucht angehobcn! erwicderteZsenhofcr: Noch hatten sich die Zwölfhundert nicht jenseits der Birsvöllig geordnet, da ließ der Dauphin der Donner alles seines Ge-