dic sollten uns von FarnSbnrg verjagen. Als wir solches von Liestalher vernahmen, ward Höllenlärm nnd Verwirrung ohn' Ende lmLager.
„Mit Erlaubniß, Freund Jscnhoser, nicht ans Furcht nndSchrecken!" fiel Gangolf ein.
— Mit Nichte». Gegenthcils, die Tollköpfe alle wollten demFeind entgegen, ohne seine Stärke zu wissen; die Vernünftigenriethcn, ihn in den Bergen zu erwarten. Endlich ward man nachvielem Streiten und Toben NathcS, ein Häuflein gegen die Prat-tcler Wiesen anSznschickcn, um Fcindesschan zu halten. Wir andernbliebe» indes; vor Falkenstcins Schloß. Also machten sich zwölf-bis sechszehnhnndert Mann ans, »nd Morgens acht Uhr standendiese dem Feind im Angesicht, der links und rechts Bewegungenmachte, sie zn locken und zu umspinnen.
„An welchem Tage war'S?" fragte der Lollhard, welcher jetztmit großer Aufmerksamkeit horchte. Sein ritterliches Geblüt schienunwillkürlich bei der Erzählung in Währung gcrathcn zn wollen.
— Am Mittwoch nach St. Barlholomäustag, den scchsund-zwanzigsten des Augnstmonats! antwortete der Berichterstatter.
„Fahre fort, Meister!" rief Herr Rüdiger. „Mich dünkt, ichsch' wie'S kömmt. Mir brennt's Herz ab."
— Die Schweizer betrachteten die Schlachtordnung des Mar-schalls Dammartin, erzählte Jscnhoser weiter, nnd hielten vor denArmagnakcn Fuß. Hundert Reiter, die der französische Heerführergegen sic neckend voranschickic, waren bald weggcblasen. DieSchweizer folgten mit festem Schritte und schrien: „Da sind sieja, die armen Gecken, die armen Schnacken! Tilgt das Ungezieferaus dem Schwcizcrboden!" Damit warfen sie sich auf die feind-lichen Stücke; damit brachen sie, ihrer nur zwölfhnndert, die übri-gen iin Rückhalt, in die Reihen und Haufen der achttausend Fran-zoien. Das war Tollmannswcrk! — Aber sic zerrissen deren Ord-